Berlin /Varel Der Ausbau der Windenergie auf See ist 2019 noch einmal vorangekommen, steht aber nun vor einer längeren Pause. Insgesamt gingen 2019 in Deutschland auf dem Meer 160 neue Windkraftanlagen mit einer Leistung von 1,11 Gigawatt neu ans Netz, teilten mehrere Verbände der Windindustrie in Berlin auf Grundlage von Zahlen der Deutschen Windguard (Varel) mit.

Angeschlossen wurden ganz oder teils die Windparks Merkur, EnBW Hohe See, Deutsche Bucht und Trianel – alle in der Nordsee. Auf der Ostsee kamen keine neuen Anlagen hinzu. Damit sind nunmehr 1469 Windräder mit einer Kapazität von 7,5 Gigawatt auf der deutschen Nord- und Ostsee installiert.

2020 werden nur wenige Anlagen neu ans Netz kommen, weil keine größeren neuen Projekte mehr begonnen wurden. Das ist die von der Industrie beklagte Ausbaulücke. Am Ende dieses Jahres könnte sich die Kapazität der Offshore-Anlagen auf rund 7,7 Gigawatt belaufen.

Gute Offshore-Windkraftwerke schöpfen ihre Nennleistung unter den aktuellen Bedingungen zu rund 60 Prozent aus. Damit ersetzt die deutsche Offshore-Windenergie real etwa vier große Atom- oder Kohlekraftwerke.

Die Industrie und die Betreiber würden gern mehr bauen, sehen sich aber durch die Politik gebremst. „Die Bundesregierung muss in einem ersten Schritt freie Kapazitäten von bis zu zwei Gigawatt vergeben, um die Folgen der Ausbaulücke für die heimische Industrie abzufedern“, forderten die Verbände. Im Koalitionsvertrag ist ein nicht bezifferter „Sonderbeitrag“ für „Offshore“ vereinbart, um die Klimaziele zu erreichen. Dieser Punkt wurde bislang nicht eingelöst.

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