Berlin Der deutsche Branchenverband VDA hat ausländische Autokonzerne erneut aufgefordert, sich an einem milliardenschweren Diesel-Fonds für bessere Luft in Städten zu beteiligen. Die Importeure weigern sich bisher, daher klafft ein Finanzloch. „Ich sehe nicht, wie die Lücke geschlossen werden soll, wenn die Importeure nicht gewonnen werden“, sagte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, in Berlin.

In vielen Städten drohen gerichtlich erzwungene Diesel-Fahrverbote. Finanziert werden Projekte in Städten aus einem Fonds, der ein Gesamtvolumen von einer Milliarde Euro hat. Der Bund zahlt 750 Millionen Euro, weitere 250 Millionen Euro sollen von der Autoindustrie kommen. Der Beitrag der Hersteller richtet sich nach ihrem Diesel-Marktanteil.

Bisher haben der VW-Konzern, Daimler und BMW Zahlungen zugesagt. Den Löwenanteil zahlt VW mit rund 100 Millionen, erfuhr die dpa aus Verhandlungskreisen. Da der Diesel-Marktanteil der Importeure bei rund 35 Prozent liegt, kämen bisher als Beitrag der Autoindustrie am Fonds nur rund 160 bis 170 Millionen Euro zusammen.

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