Berlin /Im Nordwesten Zugegeben, da kann Niedersachsen nicht mithalten: In kleinen Spraydosen bietet ein Berliner Start-up Cocktails an. In den Geschmacksrichtungen „Mojito“, „Caipirinha“, „Mai Tai“, „Sex on the Beach“ und ganz neu „Rockstar Martini“ passen die handlichen, alkoholischen Sprühdosen in jede Jacken- oder Handtasche.

In Halle 20, bei den Niedersachsen also, geht es da deutlich bodenständiger zu – und das ist auch gut so. „Im schönen Oldenburger Lande, da wird die Sau geschlacht´, da wird noch Wurst gemacht – immer lecker, immer frisch“, schallt es schon am frühen Morgen aus dem Stand der Fleischerei Fischer aus Vechta durch die Halle. Da können viele Besucher nicht widerstehen und starten mit einem üppig belegten Wurst-Baguette in den Tag. Ebenfalls im Angebot: „Hüftgold-Schnitten“, Griebenschmalz mit Bauernbrot also.

Mehr Liebe zum Detail

Auch wenn Niedersachsen sich etwa bei Bayern und Baden-Württemberg in Sachen liebevoller Hallengestaltung noch eine Scheibe abschneiden kann, so fühlt der besonnene und unaufgeregte Niedersachse sich dennoch auf Anhieb wohl in „seiner“ Halle. Und nicht nur hier, sondern auch an den in anderen Hallen untergebrachten Ständen, etwa beim Hankenhof Gesundheits-Kompetenz-Zentrum aus Filsum, bei der Fleischerei Karl Hobbie aus Edewecht, beim Gewächshaus- und Überdachungsspezialisten Hoklartherm aus Apen, bei Urban-Fütterungstechnik aus Hude-Wüsting, bei Zielinsky Universal-Stein aus Uplengen oder auch am Stand der Wachstumsregion Ems-Achse aus Papenburg.

Positives Fazit

Deren Geschäftsführer Dr. Dirk Lüerßen beim Niedersachsenabend am Mittwoch (siehe Infokasten) ein zufriedenes Fazit zog: „Die Grüne Woche bietet uns die Chance, einem breiten Publikum ein vielschichtiges Bild von ländlichen Räumen zu zeigen. Insbesondere in vielen Gesprächen mit Ministerien und Behörden betonen wir, dass Land auch Arbeitsplätze, Wirtschaftskraft und Dynamik bedeutet. Das Ganze ist natürlich auch beste Werbung für unsere Region.“

2700 Gäste beim Niedersachsenabend

Dichtes Gedränge herrschte am Mittwoch beim Niedersachsenabend auf der Grünen Woche. Rund 2700 geladene Gäste schoben sich an den Ständen vorbei und feierten bis in die Nacht.

Ministerpräsident Stephan Weil kam gerade von einer Landtagsdebatte in Hannover und schüttelte in Berlin unzählige Hände: „Es macht Spaß, sich so entspannt treiben zu lassen.“

Wer möchte, kann bei den Niedersachsen nicht nur lecker speisen, sondern sich auch gut informieren. Zum Beispiel bei Sarah Dehm, geschäftsführende Gesellschafterin der Lastruper Wurstwaren Schulte und Vertreterin der Initiative „#Wirkennendenlandwirt“ – was steckt dahinter? „Was zählt, sind Qualität, Geschmack, Herkunft und Verarbeitung. Eine transparente Wertschöpfungskette vom Landwirt über Weiterverarbeitungsbetriebe bis zum Endprodukt zeugt von Ehrlichkeit und verantwortungsbewusstem Handeln. Wertschätzung für das Tier, das Handwerk und ein fairer Preis für gute Lebensmittel sind unsere Ziele“, betont Fleischermeisterin Dehm aus dem Landkreis Cloppenburg.

Nebenan bei Vivien Ortmann dreht sich alles um Ferien auf dem Bauernhof. Ein Trend, der nicht neu sei, bei Familien aber nach wie vor hoch im Kurs stehe, versichert die Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Urlaub und Freizeit auf dem Lande mit Sitz in Oldenburg und fügt hinzu: „Und da hat Niedersachsen wirklich viel zu bieten.“ Genau, wie bei der Grünen Woche in Berlin.


Video aus der Niedersachsen-Halle der Grünen Woche unter   www.nwzonline.de/videos 
Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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