Berlin /Hamburg /München Die größte Automesse Europas findet künftig in München statt. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) entschied am Dienstag, die Internationale Automobilausstellung (IAA) an der Isar auszurichten, nach fast 70 Jahren in Frankfurt am Main. Im Rennen waren neben München zuletzt noch die Städte Berlin und Hamburg. Die erste Münchner IAA soll vom 7. bis 12. September 2021 stattfinden, eine Woche vor dem Oktoberfest.

VDA-Präsidentin Hildegard Müller sagte: „Es war ein sehr enges Rennen.“ Aber in der Schlussrunde habe sich Bayerns Landeshauptstadt gegen Berlin und Hamburg durchgesetzt mit attraktiven Veranstaltungsorten, ausgezeichneter Verkehrsinfrastruktur und Kompetenz bei der Organisation von Großveranstaltungen, hieß es.

Mit der neuen IAA will der VDA von einer reinen Autoschau in den Messehallen wegkommen und auf die Bevölkerung zugehen. Sie soll sich „zu einer Mobilitätsplattform weiterentwickeln“ und einen Schub für intelligente Verkehrskonzepte und Vernetzung der Verkehrsträger geben. München habe auch damit überzeugt, die Innenstadt zur Bühne der IAA zu machen und die Schauplätze über Vorrangspuren für umweltfreundliche Fahrzeuge mit dem Messegelände zu verbinden. München plant eine stark verkleinerte Automesse für Fachbesucher. Statt ganzer, 11 000 Quadratmeter großer Messehallen für einzelne Autokonzerne soll es höchstens noch 2000-Quadratmeter-Stände geben.

In den Fokus der neuen IAA rückt eine Eventplattform im Olympiapark und in der Innenstadt, wo das Publikum autonom fahrende Elektro- und Wasserstoffautos testen und die Vernetzung mit anderen Verkehrsmitteln ausprobieren kann. Dort sollen auch Kulturveranstaltungen, Diskussionsforen unter anderem mit Kritikern und weitere Events stattfinden. Besucher sollen die neuen Autos bei einstündigen Rundfahrten „mit Alpenpanorama“ testen können, sagte Messechef Klaus Dittrich­.

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Die IAA ist nicht nur eine wichtige Bühne für die deutschen Autobauer, sondern mit einer halben Million Besuchern und einer halben Milliarde Euro Umsatz auch ein Wirtschaftsfaktor.

Der Bund Naturschutz (BN) kündigte unterdessen am Dienstag Proteste auch in München an.

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