Aldrup /Wildeshausen Die Region trauert um einen ihrer bekanntesten Unternehmerpersönlichkeiten: Am Donnerstag verstarb Agrarfrost-Gründer Reinhold Stöver im Alter von 79 Jahren in Aldrup (Landkreis Oldenburg). Der Unternehmer hinterlässt Ehefrau, drei Kinder und zahlreiche Enkelkinder.

„Mit großer Betroffenheit gibt die Agrarfrost GmbH & Co. KG den Tod des Firmengründers Reinhold Stöver bekannt“, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Familie und Agrarfrost-Mitarbeiter seien in großer Trauer.

Stöver hatte Agrarfrost 1967 gegründet. Nach einer Informationsreise in die USA startete der damals 29-Jährige mit der Herstellung vorfrittierter Kartoffeln. Der Aldruper Landwirt kaufte eine gebrauchte Maschine zur Herstellung von Pommes frites, die er mit dem Verkauf seiner Milchkühe finanzierte – zur damaligen Zeit ein großes unternehmerisches Risiko, das sich aber auszahlen sollte.

Heute gilt Agrarfrost als größter deutscher Hersteller von Kartoffel-Tiefkühlprodukten. Die rund 650 Mitarbeiter in Aldrup und Oschersleben (Sachsen-Anhalt) verarbeiten jährlich 550 000 Tonnen Kartoffeln. Reinhold Stöver selbst hatte die Geschäftsführung im Jahr 2007 an seinen Sohn Eike Stöver (45) übergeben.

Bei der Feier zum 50-jährigen Bestehen von Agrarfrost in diesem Sommer hatte Ex-Bundespräsident Christian Wulff den „Pioniergeist“ von Reinhold Stöver gewürdigt. Deutschland könne stolz auf Mittelständler wie Agrarfrost sein, sagte Wulff.

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Stöver engagierte sich auch politisch, etwa als CDU-Ratsmitglied in Wildeshausen und von 1977 bis 1991 als Kreistagsmitglied, sowie ehrenamtlich. 1992 gründete er die Wildeshauser Mittelstandsvereinigung. 2004 wurde ihm das Verdienstkreuz 1. Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens verlieren.


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Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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