Aldrup Mit mehr als 600 Gästen aus aller Welt hat das Unternehmen Agrarfrost, einer der größten deutschen Hersteller von Kartoffel-Tiefkühlprodukten, in Aldrup bei Wildeshausen den 50. Jahrestag der Firmengründung gefeiert. Unter den Ehrengästen begrüßten die beiden Agrarfrost-Geschäftsführer Eike Stöver und Manfred Wulf den ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff.

In seiner gut 25-minütigen Rede würdigte Wulff den Pioniergeist von Unternehmensgründer Reinhold Stöver, der aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Feier teilnehmen konnte. Die „versteckten Champions“ seien in der deutschen Provinz zu finden, so Wulff. Das Familienunternehmen zählt mit rund 700 Mitarbeitern zu den großen Arbeitgebern in der Region. Die Stadt könne sich über stetige Gewerbesteuereinnahmen freuen. „Sie haben sich um unser Land verdient gemacht“, sprach Wulff die Familie Stöver direkt an. Die Marke Agrarfrost stehe auch für Vertrauen und Verlässlichkeit in die Region.

Agrarfrost ist eine der großen unternehmerischen Erfolgsgeschichten des Oldenburg Landes. Gründer Reinhold Stöver (damals 23 Jahre alt) startete 1967 in einer Diele des elterlichen Bauernhauses mit fünf Mitarbeitern die erste Pommes-frites-Produktion. Neben der Auslieferung von frischen Pommes frites wagte sich Stöver ab 1972 an die Tiefkühlproduktion und gründet die Marke „Agrarfrost“, um tiefgekühlte Pommes frites für den Lebensmittelhandel anzubieten. Später wurden die Produkte immer vielfältiger.

An den Standorten Aldrup (Landkreis Oldenburg) und Oschersleben (Sachsen-Anhalt) verarbeitet Agrarfrost heute 550 000 Tonnen zu tiefgekühlten Kartoffelprodukten. Rund 200 Vertragslandwirte bauen auf 8000 Hektar eigener Anbaufläche Kartoffeln an. Agrarfrost liefert Produkte in 45 Länder.

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„Unsere langjährigen und verlässlichen Partnerschaften sind für unser Familienunternehmen von hoher Bedeutung“, so Geschäftsführer Eike Stöver in seiner Jubiläumsansprache. Er sei besonders stolz auf die Mitarbeiter. In der Belegschaft gebe es Familien, die schon in dritter Generation hier beschäftigt seien. Stöver kritisierte die Energiewende, die aufgrund der hohen Stromkosten und Umlagen zu einem „echten Wettbewerbsnachteil“ führe. Stöver und Wulf übergaben dem Altbundespräsidenten die erste Jubiläumsverpackung der „Back Frites“.


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Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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