Salzburg Ihre Stimme zitterte leicht, Evi Sachenbacher-Stehle musste sich sichtbar überwinden. Nach ihrer siebeneinhalbstündigen Anhörung beim Weltverband IBU in Salzburg trat die bei Olympia in Sotschi positiv getestete Biathletin erschöpft und angespannt, aber auch erleichtert vor die wartenden Journalisten. Denn die 33-Jährige hatte nun zumindest in einem Punkt Gewissheit.

Der Dopingbefund ist nach gesicherten Erkenntnissen auf ein Nahrungsergänzungsmittel zurückzuführen. „Unabhängig nachbestellte Vergleichsproben haben ein positives Ergebnis erbracht“, sagte Sachenbacher-Stehle. Nun muss die IBU das Strafmaß festlegen, Sachenbachers Anwalt Marc Heinkelein rechnet mit einer Entscheidung „in einigen Wochen“. So richtig froh sah die zum Biathlon gewechselte zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin nach der Anhörung nicht aus. Der Sportsoldatin droht eine Sperre von bis zu zwei Jahren. Und dann wäre die Sportkarriere wohl beendet. Sachenbacher-Stehle war in Sotschi positiv auf das Stimulans Methylhexanamin getestet worden. Sie hatte eingeräumt, dass sie ein Nahrungsergänzungsmittel vor der Einnahme nicht von offiziellen Stellen hatte kontrollieren lassen. Stattdessen hatte die Athletin auf Aussagen eines persönlichen Beraters vertraut.

Ob die 33-Jährige bewusst oder unbewusst gedopt hat, spielt für die Verantwortlichen der IBU bei der Entscheidungsfindung aber wohl keine Rolle. Der Deutsche Skiverband kündigte an, in der Doping-Affäre erst nach einem Urteil des Biathlon-Weltverbandes tätig zu werden.

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