Sotschi Mit einer Medaille vor Augen ist Skirennfahrerin Maria Höfl-Riesch zum Abschluss ihrer großen olympischen Karriere ein weiterer Glanzpunkt verwehrt geblieben. Die dreifache Olympiasiegerin verpasste die Chance, ihren Triumph im Slalom von Vancouver 2010 in Sotschi zu wiederholen und belegte beim Gala-Auftritt von Mikaela Shiffrin (USA) hinter den Österreicherinnen Marlies Schild und Kathrin Zettel Rang vier.

„Das ist im ersten Moment schon eine Enttäuschung“, sagte Höfl-Riesch mit Tränen in den Augen. „Vierte zu werden schmerzt, aber das ist kein Drama für mich. Meine olympische Karriere war trotzdem sehr, sehr erfolgreich. Das passt schon alles so“, sagte die 29-Jährige am Abend mit einem Lächeln.

„Maria Höfl-Riesch fehlte nach der harten Woche einfach die letzte Kraft“, vermutete Hansjörg Tauscher nach dem Rennen. Der Abfahrtsweltmeister von 1989 lobte aber auch die „enorm flinke“ Shiffrin. Die Amerikanerin ist mit 18 Jahren und 345 Tagen die jüngste Slalom-Olympiasiegerin der Geschichte.

Zunächst hatte sich Höfl-Riesch nicht von den schwierigen Umständen beeindrucken lassen: Sie war immer noch erkältet, die Piste nach dem Dauerregen in den Stunden vor dem Rennen völlig aufgeweicht, im zweiten Lauf dann hart und ruppig. An der Piste aber habe es nicht gelegen, meinte sie: „Es war einfach kein guter zweiter Lauf von mir.“ Besser machen will es Felix Neureuther, der als einer der Favoriten in den Slalom an diesem Sonnabend (13.45 Uhr/ZDF) geht.

Die deutschen Biathlon-Frauen haben am Freitag auch in der Staffel über 4 x 6 km eine olympische Medaille deutlich verpasst. Franziska Preuß, Andrea Henkel, Franziska Hildebrand und Laura Dahlmeier mussten sich nach einem Sturz und zu vielen Fehlschüssen mit Rang elf begnügen. Damit blieben die deutschen Skijägerinnen erstmals bei Winterspielen ohne Medaille. „Mein letztes Olympia-Rennen war nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Bei den ganzen Spielen war der Wurm drin“, sagte Henkel.

Ohne Medaille bleiben auch Deutschlands Ski-Freestyler bei ihrem letzten Auftritt in Sotschi. Im Cross scheiterte Heidi Zacher bereits im Achtelfinale, Teamkollegin Anna Wörner stürzte im Viertelfinale schwer.

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