München Die zweijährige Dopingsperre von Evi Sachenbacher-Stehle ist um eineinhalb Jahre verkürzt worden. Der Internationale Sportgerichtshof CAS reduzierte die vom Biathlon-Weltverband IBU verhängte Höchststrafe drastisch. Da die Sperre ab Februar dieses Jahres galt, könnte die 33-Jährige von sofort an wieder an Wettkämpfen teilnehmen. Ob die zum Biathlon gewechselte Langlauf-Olympiasiegerin ihre Karriere fortsetzen wird, ist offen. Eine Begründung für die Entscheidung gab der CAS am Freitag zunächst nicht, das komplette Urteil soll nachgereicht werden.

Die Biathletin zeigte sich nach dem Urteil „überglücklich“. Das Ergebnis solle nun in Ruhe bewertet und die Öffentlichkeit „demnächst umfassend über weitere Details des Falles“ informiert werden, heißt es.

„Wir empfinden es als wichtig, dass der CAS erkennbar Augenmaß bewiesen hat. Das aus unserer Sicht sehr harte Urteil des Biathlon-Weltverbandes wird damit eindeutig relativiert. Dieser Fall zeigt, dass Athletinnen und Athleten auf eine faire Behandlung durch die schnell und effektiv arbeitende Sportgerichtsbarkeit bauen können“, sagte Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes. „Die IBU respektiert die CAS-Entscheidung“, erklärte Nicole Resch, Generalsekretärin des Biathlon-Weltverbandes.

Bei den Winterspielen in Sotschi 2014 war bei Sachenbacher-Stehle nach Platz vier im Massenstart die nur im Wettkampf verbotene Stimulanz Methylhexanamin nachgewiesen worden. Die Bayerin war daraufhin aus dem Olympia-Team ausgeschlossen und später vom Biathlon-Weltverband mit der Höchststrafe von zwei Jahren belegt worden. Erst am 16. Juli fällte das mit unabhängigen Experten besetzte Internationale Hearing Panel der IBU das Urteil. Die lange Zeit bis zum Urteilsspruch hatte nicht nur bei Sachenbacher-Stehle Verwunderung ausgelöst. Gegen die Höchststrafe hatte sie vor dem CAS geklagt.

Sachenbacher-Stehle hatte den positiven Test mit der Einnahme eines verunreinigten Teepulvers erklärt.

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