Wilhelmshaven hatte Ende Juni 80 367 Einwohner. Das waren mehr als Ende 2008.

Von Gerd Abeldt

Wilhelmshaven – Die Statistik der Stadt Wilhelmshaven weist für Mai und Juni steigende Einwohnerzahlen aus. Vertreter der Wohnungswirtschaft bestätigen die Anzeichen für eine Trendumkehr. Frank Menzel, Vorstandsvorsitzender des Bauvereins Rüstringen: „Die Nachfrage nach Wohnraum in der Stadt hat deutlich angezogen.“

Im April wies das städtische Melderegister noch 80 178 Einwohner mit Hauptwohnsitz in Wilhelmshaven aus; im Mai 80 250 und im Juni bereits 80 367. Damit hatte die Stadt Mitte 2009 mehr Einwohner als zum Jahresende 2008 (Dezember: 80 321).

Zum Vergleich: Anfang 2006 waren in der städtischen Statistik noch 82 181 Wilhelmshavener registriert. Zwischen Ende 2007 bis Mitte 2008 sank die Einwohnerzahl Wilhelmshavens um 393 auf 80 726. Rudolf Perkams, Leiter des städtischen Amtes für Statistik und Wahlen: „Der aktuelle Anstieg der Einwohnerzahlen sieht noch nicht nach allzu viel aus. Aber man muss berücksichtigen, dass wir einen unabänderlichen Sterbeüberschuss haben. Monatlich liegt die Zahl der Gestorbenen zwischen 26 und 60 über der der Geburten.“

Nach Ansicht von Stadtbaurat Klaus-Dieter Kottek sind die aktuellen statistischen Zahlen für Wilhelmshaven auch Ausdruck dafür, dass die angelaufenen Großinvestitionen sich positiv auf die Einwohnerzahl auswirken. Unter den Neuanmeldungen seien neben Soldaten und Studenten der Fachhochschule auch rund 50 Arbeitnehmer, die derzeit auf dem Rüstersieler Groden beschäftigt sind.

Dort wird bekanntlich ein Kraftwerk gebaut. Kottek: „Die Zahlen sind sehr erfreulich, zumal wir wissen, dass die Zahl der Menschen, die mit Verwirklichung der Großprojekte in die Stadt kommen, noch deutlich steigen wird.“

Die steigende Nachfrage bestätigten auf Anfrage dieser Zeitung Vertreter der Vermietungswirtschaft. Frank Menzel (Bauverein Rüstringen): „Wir werten alle drei Wochen die Daten unserer neuen Mieter und Mitglieder aus. Die steigende Zahl von Zuzügen von auswärtigen, jüngeren Leuten, die noch im Arbeitsprozess stehen, fällt dabei deutlich ins Auge.“ Auch bei der Jade Immobilien GmbH (früher Wobau Jade), einem der größten Vermietungsunternehmen in der Stadt, registriert man eine steigende Zahl von Anfragen.

Die Wilhelmshavener Spar & Baugesellschaft hat nach eigenen Angaben insbesondere von der Ansiedlung des neuen Hotels an der Jadeallee profitiert. Vorstand Dieter Wohler: „Rund 20 der Beschäftigen sind inzwischen Mieter bei uns.“

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