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Entscheidung Des Bundestages
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Wilhelmshaven In den Behörden, die für die Sicherheit auf See zuständig sind, fehlt es an entscheidenden Stellen an fachlichem Sachverstand. Diese Meinung vertritt der Wilhelmshavener Schifffahrts-Sachverständige Dieter Becker.

Die Havarien der „Glory Amsterdam“ und „MSC Zoe“ seien beispielhaft für Mängel im Sicherheitssystem. Wichtige Posten sind nicht von Nautikern oder Technikern besetzt. Das habe, so Becker, zur Folge, dass immer wieder Entscheidungen ohne Beteiligung wirklicher Experten getroffen würden.

Vor dem Nautischen Verein Wilhelmshaven ging der Sachverständige mit mehr als 40-jähriger Berufserfahrung auf die Havarien der beiden Schiffe ein. Während der Massengut-Frachter „Glory Amsterdam“ vor knapp zwei Jahren am Strand vor Langeoog gestrandet war, hatte die „Zoe“ im vergangenen Winter bei schwerem Wetter 345 Container in der Nordsee verloren.

Bei den Containerverlusten demonstrierte Becker anhand verschiedener Fotos, dass auf dem Riesenfrachter nur die unteren Containeretagen durch ein solides Verlaschungssystem gesichert waren. Die oberen Behälter waren zum Zeitpunkt der Havarie nur durch sogenannte Twistlocks miteinander verbunden, deren Belastbarkeit für die Schiffsbewegungen im schweren Wasser nicht ausreichte. Inzwischen hätten die Reedereien reagiert und die Sicherheit der Containerbefestigung an Bord verbessert.

Ein ganzes Bündel von Fehlern habe die Strandung der „Glory Amsterdam“ verursacht. Begonnen habe die Kette der Fehlentscheidungen mit dem Versuch, einen Orkan auf der Tiefwasserreede bei Helgoland abzuwettern. „Bei Windstärke neun und sieben bis acht Metern Wellenhöhe kann ein großer Frachter nicht von einem Anker gehalten werden“, erläuterte Becker. Später habe es seemännische Fehler bei der Besatzung aber auch Pannen bei den Rettungsversuchen gegen.

Jürgen Westerhoff Redakteur / Regionalredaktion
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