Wilhelmshaven Wie kann ein Anschlag auf die Hafenanlagen von Wilhelmshaven verhindert werden, wenn das Schiff mit den Terroristen schon Kurs aufgenommen hat? Mit dieser Frage beschäftigen sich mehrere Polizeieinheiten an diesem Donnerstag in Wilhelmshaven in einer groß angelegten Übung, an der erstmals auch die Bundeswehr beteiligt ist.

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Unter der Leitung der Polizeidirektion Oldenburg soll die Großübung NITEX (Niedersächsische Terrorismusabwehr Exercise) Bundes- und Landesbehörden sowie Einsatzorganisationen auf „die Bewältigung von maritimen Bedrohungslagen im niedersächsischen Küstengebiet“ vorbereiten. Beteiligt sind an der Großübung die Wasserschutzpolizeiinspektion Oldenburg, der Nordverbund des Spezialeinsatzkommandos (SEK), die GSG 9, Bundespolizei und die Deutsche Marine sowie die Niedersächsische Hafenbehörde, das Havariekommando und die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).

In dem Übungsszenario ist ein Frachtschiff unter deutscher Flagge von Terroristen gekapert worden. Die Spezialeinsatzeinheiten der Polizei werden vom Einsatzgruppenversorger BONN zu Wasser gelassen und sollen mit ihren Zugriffsmaßnahmen einen Terroranschlag auf die Hafenanlagen in Wilhelmshaven verhindern. Das Frachtschiff wurde eigens für die Übung „gewonnen“, wie die Polizeidirektion Oldenburg mitteilt.

Auch wenn NITEX, wie betont wird, in keinem Zusammenhang mit konkreten Gefährdungshinweisen stehe, wolle man auf den Ernstfall „einer terroristischen Bedrohung auf See“ vorbereitet sein. Die Spezialeinheiten sollen den Einsatz auf dem Wasser trainieren und gleichzeitig sollen auch Grenzen und Möglichkeiten einer ganz speziellen Besonderheit ausgetestet werden: der Einsatz der Bundeswehr im Innern im Rahmen einer Hilfeleistung im Katastrophenfall.

Einen Bericht über die NITEX-Übung gibt es heute Abend auf NWZonline.de

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