In St. Petersburg geboren, ernährte die kleine Alina ihre Familie nach der Übersiedlung als Straßenmusikerin in Heidelberg. Der Durchbruch: 2005 gewann sie den Sibelius-Wettbewerb.

von norbert czyz

wilhelmshaven Ein Märchen, auf das vor allem Papa Alexander Pogostkin so sehr gehofft hatte, ist wahr geworden. Aus der kleinen, eher schüchternen Alina ist ein Geigenstar geworden. Spätestens seitdem die damals 22-Jährige Geigerin 2005 als erste Deutsche den 9. Internationalen Sibelius-Wettbewerb in Helsinki gewonnen hat und zudem den Preis für die beste Interpretation bekam, ist Alina Pogostkina im internationalen Geschäft gefragt.

Kommenden Freitag, 27. April, ist Alina Pogostkina zusammen mit dem Pianisten Francesco Piemontesi um 20 Uhr zu Gast im Ahnensaal der Burg Kniphausen. Zum zweiten Mal nach dem 11. Dezember 1999, als sie – von Mara Mednik begleitet – u.a. Beethovens „Frühlingssonate“ und Sonaten von Ysaye und Brahms spielte. Das Publikum war seinerzeit begeistter vom Spiel der jungen Heidelbergerin, deren Wiege in St. Petersburg stand.

Es waren die Jahre, in denen die Pogostkins keine Chance ausließen, ihre Tochter ins rechte Licht zu rücken. Sie spielte als 14-Jährige mit den Münchner Philharmonikern im Rüschenkleid das Violinkonzert von Tschaikowsky und erhielt dafür von dem renommierten Kritiker Harald Eggebrecht nachgesagt, „endlich einmal ein künstlerisches Talent, dessen enormes musikalische-poetisches Potential Großes verspricht“. Und sie ließ keine Gelegenheit aus, sich an Violin-Wettbewerben zu beteiligen.

Eggebrecht sollte recht behalten. Es dauerte aber noch acht Jahre, bis seine Prophezeiung wahr wurde. Der Sieg beim Sibelius-Wettbewerb ist der Beweis dafür. Mittlerweile hat Alina mit dem China National Symphony Orchestra ebenso wie mit dem Russischen Nationalorchester, unter Stars wie Sir Roger Norrington und Marek Janowski.

Als Gast von Jörg Pilawa in der NDR-Talkshow präsentierte sich Alina vor einem Jahr mit großer Natürlichkeit. So ist auch ihr Geigenspiel. Ihr Ton ist rein und sehr poetisch, sie artikuliert deutlich und ihre Virtuosität ist nie maniriert. Da darf man gespannt sein, wie sie am Freitag im Ahnensaal die B-Dur Sonate KV 454 von Mozart und die Sonate Es-Dur Sonate von Richard Strauss interpretiert. Außerdem spielt sie „Cincque Melodies“ von Prokofiev und die Fantasie für Klavier und Violine C-Dur von Franz Schubert.

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