WILHELMSHAVEN Die Jahreshauptversammlung des Allgemeinen Wirtschaftsverbandes (AWV) Wilhelmshaven-Friesland-Wittmund in den Räumen des Wattenmeerhauses schien fast gelaufen zu sein.

Da hatten die Mitglieder ohne Aussprache und mit nur einer Gegenstimme die Erhöhung des Mitgliedsbeitrages um durchschnittlich acht Prozent akzeptiert, damit die Bürogemeinschaft in der Virchowstraße auch nach dem Auszug von Nordmetall gehalten werden kann. Sie hatten, etwa 75 von aktuell 279 Mitgliedern, das Präsidium mit Martin Steinbrecher an der Spitze und Ronald Brandes und Dr. Stephan Kolschen als Vizepräsidenten ebenso einstimmig wiedergewählt wie danach den veränderten Vorstand (Thomas Bruns, Friesenhörn Nordseekliniken, für Frank Menzel) und den Beirat (neu: Uwe Fresenborg, Aerotec, und Michael Reitze, Friesisches Brauhaus). Vom geselligen Höhepunkt des Abends, einer Fahrt in See, trennte sie nur noch die Vergabe des Bret­schneider-Preises, der jedes Jahr für vorbildliche Ausbildungsleistungen an einen jungen Menschen vergeben wird.

Da erhob sich der Geschäftsführer der JWP-Realisierungsgesellschaft, Axel Kluth, um in eigener, wenn nicht gar in der Sache aller zu sprechen. Kluth fühlte sich zu diesem Schritt ans Mikrophon genötigt, weil Steinbrecher in seiner Begrüßung nicht nur Spar-Appelle in Richtung Staat und Kommunen geäußert hatte, sondern auch andeutete, der 5. August 2012 werde wohl jenes Datum sein, auf das die Region so sehnlichst wartet: Der Tag der Inbetriebnahme des JadeWeserPorts.

Eindringlich wies Kluth darauf hin, dass es nicht darum gehe, dass der Hafen „irgendwie in Betrieb geht“. Sondern es sei besonders wichtig, dass „er auch angenommen wird“.

Kluth: „Es geht darum, Garantien zu bekommen unter Einbeziehung der Reeder“. Mehrfach betonte er sinngemäß, dass nicht das genaue Datum der Inbetriebnahme wichtig sei, sondern „die Sicherstellung der Umschlagszahlen“. Auf Terminspekulationen ließ sich Kluth nicht ein mit Hinweis auf die vereinbarte Verschwiegenheit.

Mehr als eine Randnotiz und von großer Bedeutung war die Mitteilung von Hauptgeschäftsführer Lutz Bauermeister, dass die Mitarbeiter des Büros auf zehn Prozent ihres Gehalts verzichten, um das Fortbestehen der Bürogemeinschaft zu ermöglichen. Es schien, als sei damit jegliche Diskussion über die Beitragserhöhung im Ansatz erstickt worden.

Der 21-jährige Bankkaufmann Daniel Artinger (Sparkasse Wilhelmshaven) ist mit dem ­Bretschneider­-Preis ausgezeichnet worden. Der Preis zu Ehren des ehemaligen Kuhlmann-Betriebsdirektors Hans Bretschneider ist mit 2500 Euro dotiert. Artinger ist einer der Prüfungsbesten seines Jahrganges im IHK-Bezirk. Der Preis wird 2010 vom AWV und vom Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) vergeben. Die Laudatio hielt Birgit Focke-Lehmann (BNW).

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