WILHELMSHAVEN Anfang Juli soll das „Waschhaus“, das am Eingang der Wiesbaden­brücke steht, öffentlich zum Verkauf ausgeschrieben werden. Das berichtete der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Werner Kammer bei einer Veranstaltung des CDU-Ortsverbands Süd und dem Kreisverband Wilhelmshaven der Mittelstandvereinigung.

Eigentümer des „Waschhauses“ sowie des übrigen Brückenareals ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima). „Die Stadt sollte jetzt schnell mit der Bima in Direktverhandlungen treten und die Wiesbadenbrücke kaufen“, riet Kammer. Denn: „Wenn man dort etwas ­machen möchte, dann geht das nur zusammen“, sagte er. Wenn das „Waschhaus“ erst einmal einem anderen gehöre, verkompliziere das Planungen auf dem Gelände.

Kammer bot an, die Verhandlungen mit der Bima zu begleiten. Es sei wichtig für Wilhelmshaven, klare Eigentumsverhältnisse zu schaffen, nicht zuletzt, um Fördermittel beantragen zu können.

Auch Andreas Wagner, OB-Kandidat der CDU, warnte vor einer Zerfaserung der Wiesbadenbrücke. Die Stadt müsse „Herr im Hause“ werden und hätte als Eigentümer auch eine vernünftige Basis, um mit der dort ansässigen Linde AG über mögliche neue Firmenstandorte in Wilhelmshaven zu verhandeln. Das Sauerstoffwerk hat bis 2040 Erbbaurecht auf sein Grundstück.

Wagner sieht noch zehn bis 15 Jahre ins Land ziehen, bis eine Bebauung auf der Wiesbadenbrücke stehen könnte. „Wir müssen langfristig planen und nicht schnell etwas zurechtschustern.“ Das entspricht dem Vortrag von Dieter Wohler, Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Süd. Er hatte die Entstehung der Hamburger Hafencity erläutert. Dort seien anhand eines Masterplans zunächst Strukturen geschaffen und dann einzelne Grundstücke ausgeschrieben und Investoren angeboten worden. Dasselbe müsse auch mit der Wiesbadenbrücke geschehen. „Man kann die gesamte Fläche (ca. 50 000 Quadratmeter) nicht in einem Rutsch bebauen“, prophezeite er. Dafür sei etwa eine Summe von 120 Millionen Euro nötig, die niemand so einfach finanzieren könne.

Fritz Langen, Erster Bürgermeister der Stadt, erklärte, die CDU-Fraktion wolle in diesen Tagen einen Antrag an die Verwaltung formulieren. Darin soll die Stadt aufgefordert werden, so schnell wie möglich die Verhandlungen mit der Bima aufzunehmen.

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