Wilhelmshaven/GA Die Verantwortlichen der Sparkasse Wilhelmshaven blicken optimistisch in die Zukunft. Vorstandsvorsitzender Rolf Brandstrup und Vorstandsmitglied Holger Sothmann zogen jetzt ihre Jahresbilanz. „Das Jahr 2006 war für uns zufriedenstellend.“

Wichtiger noch der Blick in die Zukunft: Die konjunkturelle Lage ist gut. Im ganzen Bereich der Industrie- und Handelskammer (IHK) Oldenburg könne man von einer „bevorstehenden Aufbruchstimmung in der Wirtschaft“ sprechen. Brandstrup: „Die herausragende Hoffnungsträger sind der JadeWeserPort und die weiteren Großprojekte in den Bereichen Chemie und Energie.“

Die Sparkasse beschäftigt 262 Mitarbeiter. Knapp 37 000 Kunden sind dem Geldinstitut verbunden. Die Summe der Ausleihen an Kunden sei im ablaufenden Jahr leicht auf 845 Millionen Euro gesunken. Aber, so Brandstrup, der Bestand an langfristigen Forderungen sei nahezu unverändert geblieben. An Privatpersonen seien Darlehen über 44 Millionen, an Unternehmen in Höhe von 28 Millionen Euro neu vergeben worden. Die gestiegene Kreditnachfrage in den vergangenen Wochen stütze den Optimismus für 2007.

Die Höhe der Gesamteinlagen der Kunden einschließlich der Kundenwertpapiere bezifferte Brandstrup auf 763 Millionen Euro; ein Plus von einem Prozent. Hoch im Kurs gestanden hätten bei den Kunden Sparkassen-Anleihen – auch eine Folge gestiegener Zinssätze. Die positive Entwicklung der Börse habe aber auch zu einer gestiegenen Aktien-Nachfrage geführt.

Der „Renner“ des Jahres, so Sothmann, war jedoch die „Riester-Rente“. Ausdrücklich lobte er die Verkaufsleistung seiner Mitarbeiter bei Altersvorsorgeprodukten wie Lebens- und Rentenversicherung. Mit einem Plus von 55 Prozent zum Vorjahr belegt die Sparkasse Wilhelmshaven hier den ersten Platz der Verbandsstatistik der Sparkassen in Niedersachen.

Auch bei den Bausparverträgen habe man das Absatzziel erreicht. Insgesamt sei das Immobilengeschäft nach verhaltenem Start ins Jahr 2006 – Ende 2005 war die Eigenheimzulage weggefallen – im Jahresverlauf angezogen. Man habe das Vorjahresergebnis zwar nicht ganz erreichen können, rechne aber mit weiteren Impulsen durch die Neustrukturierung des Immobilienzentrums.

Gerade bei der Nachfrage nach Immobilien sei die erhöhte Attraktivität des Standortes Wilhelmshavens angesichts der erhofften künftigen wirtschaftlichen Entwicklung spürbar.

Offenbar den Wünschen der Kunden entsprochen habe die Neustrukturierung des Vertriebs und die Änderung der Öffnungszeiten, die zum 1. Oktober wirksam wurden, sagte Sothmann: „Die Wilhelmshavener nutzten die Schalterzeiten bis 18 Uhr intensiv.“ Im Rahmen der Kompetenzbündelung hatte das Unternehmen die Spezialberatungen im Versicherungszentrum (Park-/Ecke Börsenstraße), im Immobilienzentrum (Montsstraße) und im Vermögensmanagement (Sparkassenzentrale) zusammengeführt.

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