Wilhelmshaven/zy Möglicherweise war es noch nie so günstig, in Wilhelmshaven ein Einfamilienhaus zu erwerben wie in diesen Tagen. Der Markt von gebrauchten Einfamilienhäusern ist wegen der geringen Nachfrage und des großen Angebots unter Preisdruck geraten. Bei Mehrfamilienhäuser tendiere die Nachfrage sogar gegen Null, so die jadestädtische Maklerbranche.

Die schwache Nachfrage werde, so Helmut Wippich von „VIP Immobilien“, durch das Verhalten der Banken verstärkt. Habe beim Erwerb oder Bau eines Einfamilienhauses früher ein Eigenfinanzierungsanteil von 20 Prozent ausgereicht, so würden die Banken damit jetzt nicht mehr zufrieden sein. Noch wichtiger sei den Kreditinstituten jedoch, wie sicher der Arbeitsplatz des Bauherrn bzw. des Investors sei.

Grundstücksmakler Jürgen Elpel hat die Erfahrung gemacht, dass am besten noch der Wohnraum verkauft werden kann, der saniert und modernisiert ist.

Besonderer Druck auf den Immobilienmarkt entstehe durch die zunehmende Zahl von Zwangsversteigerungen. Längst führten aber nicht alle Zwangsversteigerungen zum Erfolg.

Nicht besser sieht es laut Elpel auf dem Mietwohnungsmarkt aus. Mittlerweile übernähmen schon die Vermieter die Maklercourtage. Beim Verkauf vom Immobilien zahle aber immer noch der Käufer die Maklergebühr.

„Der Markt ist übersättigt“, zieht Elpel das Fazit, selbst für Häuser im Villenviertel würde man nicht sofort einen Käufer finden. Und Wippich ergänzt: „Wir waren vor einem Jahr schon unten.“ Gefragt seien jedoch Gewerbegrundstücke, vor allem im Stadtnorden. Er habe sogar schon ein Grundstück mit Gebäude darauf verkauft. Bei Büroflächen indes sei der Preisdruck sehr hoch, selbst gute Flächen seien „mittelprächtig schwer“ zu vermieten.

„Ich könnte mir vorstellen, dass es Sinn macht, Geld in Immobilien anzulegen, bevor es weg ist“, kommentiert Peter Hohmann, Vorstand der Spar&Bau-Wohnungsbaugenossenschaft, die allgemeinen Aussichten in Zusammenhang mit der Finanzkrise. Von der habe die Spar & Bau zwar noch nichts zu spüren bekommen. Er hoffe allerdings, dass die die Bank, mit der ein Teil der Finanzierung des 25-Millionen-Euro-Projektes am ehemaligen Hallenbad abgesprochen sei, die Finanzkrise gut überstehe.

Andernfalls müsse man sich nach einem anderen Geldgeber umsehen. Was sich für die Spar & Bau positiv ausgewirkt habe, sei der neuerliche Geschäftsführerwechsel bei der Wohnungsbaugesellschaft Jade. Das habe einige Mieter verunsichert, die sich dann an sein Unternehmen gewandt hätten.

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