Vor 300 Jahren wurde die Hauptburg Kniphausen durch ein Feuer zerstört. Heute steht der Ahnensaal im Mittelpunkt mit Impressionen von gestern und heute.

VON CAROLIN V. NORDECK

Wilhelmshaven Der ideale Aufenthaltsort bei hochsommerlichen Temperaturen ist eine Burg. Einen lohnenden Anlass dies zu erproben, bietet die aktuelle Kunstausstellung im Ahnensaal der Burg Kniphausen, die am vergangenen Wochenende recht wirkungsvoll eröffnet wurde.

Susanne Krüger erwies sich nicht nur als perfekte Gastgeberin mit gut gekühlten Getränken, sondern sie überzeugte einmal mehr in ihrer Funktion als Geschäftsführerin der Stiftung Burg Kniphausen mit einer leidenschaftlichen Begrüßungsansprache. Besonders hob Krüger die begleitenden Arbeiten des Fotografen Axel Biewer und das Engagement von Klaus Ritter hervor. „Die Stiftung Burg Kniphausen ermöglicht seit 1991 die kulturelle Nutzung des Ahnensaals. Unser Dank gilt der Gerd-Möller- Stiftung, der Werner-Brune- Stiftung Wilhelmshaven/Bad Lauterberg und der Stadt Wilhelmshaven – sie alle sind wichtige Kulturförderer“, so die Laudatorin Susanne Krüger.

Untrennbar mit der Stiftung verbunden ist auch der Maler, Schriftsteller und Kunstprofessor Karl Oppermann. Er wurde als Repräsentant der Stiftung, als aktiver Künstler und als Gastredner besonders begrüßt. In seiner Einführungsrede zur Ausstellung betonte Dipl.-Bibliothekar Klaus Ritter den geschichtlichen Wert der Burg Kniphausen und bezeichnete die Anlage als „prägendes Denkmal in der historischen Kulturlandschaft.“

Ritter holte weit aus, um die bindenden Elemente und Grundideen der Heimatkünstler und Landschaftsmaler zu verdeutlichen: „Die Heimatbewegung und somit auch die Heimatmalerei war und ist immer eine Reaktion auf Umbrüche; der Heimatbegriff beinhaltet immer auch eine einsetzende Suche nach Geborgenheit“, so der Kunstkenner Ritter. Auf vierzig Ausstellungsstücken zeigen in der aktuellen Ausstellung Künstler ihre Ansichten der Herrlichkeit Kniphausen. Auf vielfältige Weise offenbart sich in den Exponaten eine Poesie von Bodenständigkeit, die ohne Heimatverbundenheit so nicht zustande käme. Prof. Karl Oppermann nutzte den künstlerischen Rahmen um erstmals den zweiten Teil seiner Lebenserinnerungen mit dem Titel „Wechselgesang“ vorzustellen.

Oppermanns Autobiografie wirft ein Schlaglicht auf die Berliner Kunstszene und auf das Leben deutscher Künstler in Italien und Spanien. In den ausgewählten Passagen brachte der Autor den zahlreich erschienen Anwesenden Episoden seiner Kunstreisen, aber auch Lokalkolorit nahe.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Newsletter zur Wahl im Nordwesten erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Karl Oppermann, 1930 in Wernigerode geboren, war von 1971 bis 1996 Professor für Malerei an der Hochschule der Künste in Berlin. Seit 1996 arbeitet er in Ateliers in Barcelona und Veckenstedt im Harz. Seine Werke befinden sich im Besitz in- und ausländischer Museen und privater Sammlungen.

Mit zwei Werken bereichert der Maler auch die aktuelle Ausstellung auf der Burg Kniphausen. Weitere ausstellenden Künstler sind: Julius Preller, Georg-Emil Baumann, Georg Harms-Rüstringen, Dr. Hellmuth Langguth, Dietrich Janssen-Jennelt, Johann Georg Siehl- Freystett, Dr. Hartmut Wiesner, Dr. Helmut Hertrampf, Alfred Eden-Bant, Alexander, Alfred Mülschen, Otto Naber, J.E. Otto Harken, Stefan Wewerka, Arthur Eden- Sillenstede, C. Rehling und Axel Biewer.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.