WILHELMSHAVEN Die Sparkasse Wilhelmshaven hat sich im Krisenjahr 2009 gut geschlagen. Wie Vorstandsvorsitzender Rolf Brandstrup bei der Jahresbilanz sagte, blicke man „auf ein erfolgreiches Jahr zurück“. Durch die globale Bankenkrise sei das Vertrauen in das Geschäftsmodell der Sparkassen gestärkt worden. Überlegungen, die kommunalen Geldinstitute zu privatisieren, dürften für Jahre vom Tisch sein.

Brandstrup steht seit Januar 2005 an der Spitze des Vorstands, dem Holger Sothmann und die beiden stv. Mitglieder Günter Hentschel und Lothar Reichelt angehören. Der Sparkassen-Verwaltungsrat hat den Vertrag mit Brandstrup jetzt bis Ende 2015 verlängert. Der Volljurist gilt als intimer Kenner des Wilhelmshavener Marktes.

Die Geschäftsentwicklung 2009 sei deutlich besser gewesen als im Vorjahr. Das Volumen der Kundeneinlagen und -wertdepots, so Sothmann, habe um fast vier Prozent auf 775 Millionen Euro zugelegt. Hoch im Kurs gestanden hätten kurzfristige Anlagen sowie das Zuwachssparen. Aber auch viele Aktionäre könnten sich über sehr gute Renditen freuen. Das Umsatzplus führt Sothmann auf das Konzept der „ganzheitlichen Beratung“ zurück.

Über ein „hervorragendes Ergebnis“ freut sich der Vorstand im Immobiliengeschäft. Der Umsatz vom guten Immobilienjahr 2008 habe stückzahlbezogen noch einmal um 15, volumenbezogen um 27 Prozent gesteigert werden können. Besonders gefragt waren Eigentumswohnungen, Reihenhäuser und Einfamilienhäuser. Bei den Versicherungen bestehe unverändert hohes Interesse an staatlich geförderten Altersvorsorge-Produkten.

Das Volumen der Ausleihen der Sparkasse an Unternehmen und an Privatleute ist auch 2009 rückläufig gewesen. 2008 waren noch Kredite in Höhe von 750 Millionen Euro vergeben worden, 2009 werden es nur 700 Millionen sein. Brandstrup: „Wir erwarten, dass sich mit dem Anziehen der Wirtschaft auch das Kreditgeschäft ausweitet.“ Von einer Kreditklemme könne in Wilhelmshaven jedenfalls keine Rede sein, eher von einer Nachfrageklemme. „Wir wären gern bereit, etwas mehr Geld auszuleihen.“

Bei einer Bilanzsumme von knapp über einer Milliarde Euro werde man einen Jahresüberschuss von 500 000 bis 600 000 Euro erwirtschaften. Die Perspektiven für 2010 bewerte man als positiv.

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