WILDESHAUSEN Mehr als 250 Zuhörer verfolgten gestern Abend die Rede Wulffs. Er kündigte den Ausbau der Kinderbetreuung in Niedersachsen an.

Von Stefan Idel WILDESHAUSEN - Als „erster Diener“ des Landes präsentierte sich Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff gestern Abend in Wildeshausen. Vertretern der Bürgerinitiative „Vorsicht Hochspannung“, die sich bei der CDU-Wahlkampfveranstaltung auf dem Marktplatz mit Transparenten postiert hatten, sagte der 47-jährige Landesvater zu, ihre Anliegen sehr ernst zu nehmen. Sie lieferten „tolle Argumente“ für eine Energiepolitik der Zukunft und seien in Hannover immer willkommen.

Vor mehr als 250 Zuhöhrern, darunter in orange-farbenen T-Shirts viele CDU-Stadtratskandidaten, lieferte Wulff viele Argumente, warum die Union im Land so erfolgreich sei: Verbesserung der Schulen, Bürokratieabbau oder die erfolgreiche Wirtschaftspolitik. Für den Ausbau der Kinderbetreuung sollen die Kommunen in Niedersachsen bis zum Jahr 2010 insgesamt 100 Millionen Euro erhalten. Die Frauen sollen nicht mehr zwischen Kindern und Karriere entscheiden müssen. Der lang anhaltende Applaus war ihm sicher.

Es war Wulffs 14. Termin an diesem Tag, wie an der leicht heiseren Stimme zu hören war. Angesichts positiver Umfragewerte zeigte sich der Ministerpräsident elf Tage vor der Kommunalwahl siegessicher. „Die Zahlen belegen einen klaren Kompetenzvorsprung von CDU und FDP bei allen Themen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die Wahl gewinnen“, sagte er gegenüber der NWZ. Allerdings müsse noch einiges in Sachen Wahlbeteiligung getan werden.

Zuvor hatten CDU-Bürgermeisterkandidat Willi Möser, CDU-Landratskandidat Gero von Daniels, der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Matthias Kück sowie der CDU-Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Bley die Zuhörer auf die Rede des CDU-Landesvorsitzenden eingestimmt. Möser kündigte an, im Fall seiner Wahl um jeden Arbeitsplatz in Wildeshausen zu kämpfen und mehr für die Jugendlichen zu tun. Viele Dinge würden mit ihm als Bürgermeister „Chefsache“, kündigte der derzeitige Erste Stadtrat an. So forderte Möser ein Gesamtkonzept für das 23 Hektar große Areal der Wittekind-Kaserne. Dies müsse gemeinsam mit den Bürgern entwickelt werden.

Wulff selbst nahm sich noch Zeit für Gespräche mit den Bürgern. Für den Wildeshauser Justizverein überreichten dessen Vorsitzender Martin Delank und sein Stellvertreter Rolf-Lothar Klawonn ein Positionspapier zum Erhalt des Amtsgerichts.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.