Wildeshausen Oldenburger Kreislandfrauen und Händler vom Wildeshauser Wochenmarkt haben verraten, mit welchen Rezepten sie der Kälte entgegenwirken. Im Winter, da waren sich alle einig, helfen deftige, traditionelle Gerichte am besten, um sich warmzuhalten.

Für Klaus Thormählen ist Rotkohl das beste Mittel an kalten Tagen. Aus dem Glas darf der auf gar keinen Fall sein, sondern kommt bei dem 62-Jährigen nur selbstgekocht auf den Tisch. Besonders wichtig: Viele Äpfel müssen rein. Der 62-Jährige verkauft Obst und Gemüse auf dem Wildeshauser Wochenmarkt. Verschiedene Apfelsorten gehören auch zum Sortiment, also kennt er sich bestens aus. Der beste Apfel für den Rotkohl sei Holstein Cox, findet Thormählen. Und dazu? Gans oder Ente. Eine Bratwurst und Kartoffeln gehen aber auch, findet Thormählen.

Alles selbst gemacht

Auch bei Heike Hohnholt, stellvertretende Vorsitzende der Kreislandfrauen, kommen im Winter traditionelle Gerichte auf den Tisch. Für kalte Tage empfiehlt sie eine Steckrübensuppe aus regionalen Zutaten. Da wird alles selbst gemacht, auch die Gemüsebrühe aus Sellerie, Porree, Zwiebeln und Petersilienwurzeln. „Die habe ich immer auf Vorrat“, erzählt sie.

Für die Suppe werden Kartoffeln, Steckrüben und Porree gewürfelt und eine Rinderbeinscheibe ausgekocht. Dazu kommen die hausgemachte Gemüsebrühe und, besonders wichtig, frische Petersilie. Mehr Fleisch braucht die Suppe nicht, findet Hohnholt. Wahlweise reicht sie dazu aber Koch- oder Bockwurst.

In der kalten Jahreszeit kocht Kreislandfrau Thea Oltmann Grünkohl in jeder Form. Damit das klassische Gericht nicht langweilig wird, empfiehlt die 59-jährige Sandhatterin als Abwechslung eine Grünkohl-Lasagne. 300 Gramm Grünkohl werden dazu mit einer gewürfelten Zwiebel angeschwitzt und mit zwei Pinkel und 500 Gramm Kartoffeln, beides in Scheiben geschnitten, in eine gefettete Form geschichtet. Anschließend verrührt Oltmann einen Viertel Liter Gemüsebrühe mit fünf Esslöffeln Tomatenmark und gießt die Mischung über die geschichtete Lasagne. Gebacken wird alles eine Stunde lang bei 170 Grad.

Die Pinkel in ihrer Grünkohl-Lasagne lassen sich auch wunderbar durch Kochwürste oder Kassler ersetzen, findet Oltmann.

Speck darf nicht fehlen

Annalena Behrens kocht im Winter vor allem Suppen – am liebsten eine deftige Kartoffelsuppe. Auf dem Wildeshauser Wochenmarkt verkauft die Walsroderin Backwaren der Brotmanufaktur Stadtländer.

Besonders wichtig im Kochtopf der 22-Jährigen: Speck auskochen. Die Suppe muss so lange kochen, bis die Kartoffeln von selbst zerfallen, findet sie. Dazu kommt frischer Lauch. „Und schön Mettenden in die Suppe“, fügt Behrens noch hinzu.

Jana Wollenberg Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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