WILDESHAUSEN Am Dienstag ist der Wildeshauser Justizverein gegründet worden. Die Organisation will sich für einen starken Landkreis einsetzen.

Von Carsten Bickschlag WILDESHAUSEN - „Wir dürfen nicht abwarten, bis die Pläne des niedersächsischen Justizministeriums, das Amtsgericht in Wildeshausen zu schließen, konkreter werden“, sagte Martin Delank am Dienstagabend zu Beginn der Gründungsversammlung des Wildeshauser Justizvereins. Man wolle im Vorfeld agieren, als später nur noch zu reagieren, betonte der Rechtsanwalt und fand mit dieser Ansprache die Unterstützung der rund 70 Zuhörer und potenzieller Mitglieder in der Gaststätte Wolters.

Um aktiv den Entscheidungsprozess des Ministeriums gestaltend zu beeinflussen, brauche man eine Plattform – einen Verein. Daher zeigte sich Delank erfreut darüber, dass großes Interesse am Wildeshauser Justizverein bestünde. So konnte der Jurist auf der Gründungsversammlung die Landtagsabgeordneten Renate Geuter (SPD) und Christian Dürr (FDP) begrüßen. Zudem ließ sich Karl-Heinz Bley (CDU) entschuldigen, der aber seine Zusage gab, dem Verein beizutreten. Unter den Zuhörern fanden sich unter anderem auch Bürgermeister Franz Duin sowie die Bürgermeisterkandidaten Willi Möser (CDU) und Dr. Kian Shahidi (parteilos).

Amtsgerichtsdirektor Dr. Detlev Lauhöfer betonte, dass der Verein keineswegs nur für das Amtsgericht zuständig sei. Es gehe im Wesentlichen darum, dass der Landkreis gestärkt werde und erhalten bleibe – und dazu gehöre ein starkes Amtsgericht. Das sei vor allem zu erreichen, wenn das Wildeshauser Gericht die Zuständigkeit für die Gemeinden Ganderkesee, Hatten, Hude und Wardenburg bekomme. Lauhöfer: „Wir sind ein Verein für die Stadt und für den Landkreis.“

Nachdem auf der Versammlung zunächst eine Vereinssatzung einstimmig verabschiedet wurde, kam es zur Wahl des Vereinsvorstandes. Zum Vorsitzenden wurde Rechtsanwalt Martin Delank gewählt, sein Stellvertreter ist Bankdirektor Rolf-Lothar Klawonn. Des Weiteren wurden die Rechtsanwälte Sigrid Vullriede (Schatzmeisterin), Florian Esmann (Schriftführer) und Götz Rohde (Pressesprecher) in den Vorstand gewählt. 60 Anträge zur Mitgliedschaft liegen dem neuen Verein bereits vor.

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