WILDESHAUSEN Für Mario Küpker begann die „Gruselnacht“ am Freitag bereits um 1 Uhr in der Früh. Gemeinsam mit einem Team von Helfern installierte der Lichttechniker in einem Geschäft auf der Huntestraße seine aufwändige Technik: 1434 LED mit 42 Lampen. Ein erster Test um 4 Uhr verlief zufriedenstellend. Als dann am Abend die erste Lichtshow mit Filmmusik aus dem Streifen „Die Insel“ vom Publikum mit Applaus abgenommen wurde, zeigte sich der 28-Jährige vollauf zufrieden.

Ein großes Programm hatten Kaufleute und City-Management auf die Beine gestellt, um zum Abschluss der „Gruseltage“ am Freitagabend die Menschen in die Kreisstadt zu locken. Und trotz Nieselregens nutzen Besucher aus der ganzen Region die Gelegenheit, um in Ruhe bis 24 Uhr einzukaufen oder zum gemütlichen Plausch bei Glühwein oder Bratwurst. „Es ist absolut klasse, so spät noch einzukaufen“, sagte Peter Huschenbeth aus Harpstedt, Töchterchen Paula (6 Jahre) auf den Schultern. Christoph Diesel aus Wildeshausen kaufte sich T-Shirts. Andere wiederum ließen sich „horrormäßige“ Preise in diversen Läden nicht entgehen. So gewährte ein Optiker 50 Prozent Rabatt auf Sonnenbrillen.

Das Programm stand dem Unterhaltungsangebot in Großstädten in nichts nach: In regelmäßigen Abständen ging ein Sensenmann (im Kostüm: Dirk Timmermann) durch die Huntestraße, um einen langen Schlauch aufzuschlitzen. Daraus fielen Ballons mit Gutscheinen. So ergatterten sich Renate Manske und Sohn Fabian (8) einen Sauna-Gutschein; Sohn Sebastian (5) regte für seinen Glühwein-Gutschein einen Tausch an. Rappelvoll war das Kino „Lindenhof-Lichtspiele“, wo Inhaber Heinz Rigbers Walt-Disney-Filme zeigte. Lautstark zog die Samba-Truppe Acompasso durch die Straßen. Vor der Volksbank spielte Jazz-Crash. Außerdem traten dort die Akrobatik-Mädchen „Meloneras“ (Leitung: Claudia Volk) auf.

Gefragt bei den Jüngsten war Lars Dembny (44), die die NWZ engagiert hatte. Vor dem NWZ-Pressehaus in der Westerstraße zauberte er Fantasiefiguren aus Luftballons oder jonglierte mit brennenden Keulen. Der Applaus war hier ebenso garantiert wie bei der Mädchen-Tanzgruppe „Shining Diamonds“, die in der Huntestraße auftrat. Die „Fun Factory“ servierte vor der NWZ Cocktails. Extra noch einmal aufgetakelt für die „Gruselnacht“ hatte die Wildeshauser Karnevalsgesellschaft ihren Wagen vom Fasching in Ganderkesee. Auf dem Marktplatz servierten sie nicht nur „Blutschluck“ (Glühwein), sondern warben auch für die Karnevalsfeier am 7. Februar im Reitersaal.

Gruselige Verkleidung war übrigens auch für Händler wie Gastronomen Pflicht. Mit schwarzem Mantel zog Jörn Röhr (Autohaus Woltmann) durch die Straßen. Stefan Thuns („Brasserie“) hatte gar einen Nagel im Kopf. Am Ende zogen alle ein positives Fazit: „Es waren deutlich mehr Kunden als im vergangenen Jahr“, zeigten sich etwa Margret Hogeback (Kaufhaus Dieler) und Inge Lagerpusch (Meyer & Rademacher) einig. Auch Mark und Nicole Meier („Männersache“) waren zufrieden. Der Neuauflage des „Late-Night-Shopping“ 2009 steht somit nichts im Wege.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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