WILDESHAUSEN Ein Pastor (Friedrich Kleibert), der mit der Laubsäge aus Wacholder­holz kleine Kreuze sägt. Ein ehemaliger Gemeindepfarrer (Matthias Selke), der Konfirmanden Autogramme gibt. Und ein Kantor (Ralf Grössler), der mit blonder Perücke auftritt. Solche Begegnungen sind wohl nur bei einem Treffen möglich, wie es am Sonntag das 3. Ökumenische Gemeindefest rund um die Alexanderkirche bot.

Unter dem Motto „Gemeinsam unterm Regenbogen“ hatten die evangelisch-lutherische, die katholische, die evangelisch-freikirchliche Gemeinde sowie die Diakonie Himmelsthür ein buntes Programm geschmiedet. Unter der großen Platane öffnete nach dem Gottesdienst ein „Markt der Möglichkeiten“: Für eine „Reise ins Land des Glaubens“, ein ökumenisches Projekt mit Vortragsabenden, warb etwa Margrit Becker. Spontan kletterten mehrere Jugendliche in ein blaues Paddelboot. Gleich nebenan, am Stand von Kolpingsfamilie und katholischer Gemeinde, bastelten Kinder unter Anleitung von Karola Müller bunte Friedensdrachen. Kleine Briefe mit Anleitungen verteilte Elisabeth Storck. „Wenn du glücklich bist, dann lies ... Psalm 45,2“, hieß es dort. Bibeln zum Nachblättern lagen im „Raum der Stille“. Groß war auch das Interesse am Bibelgarten, durch den Klaus Stölting die Gäste führte.

Am Himmelsthür-Stand erläuterten Anke Strömer, Elke Horstmann und Claudia Koch vom Aktion-Mensch-Team die Motivserie „Jede Barriere ist eine zu viel“. „Viele Stufen müssen weg“, fand Barbara Nitsch. Wie bei vergangenen Kirchentagen gab es eine Extra-Währung, mit der an allen Ständen bezahlt wurde. „Diesmal ist ein Öku 50 Cent wert“, so Katja Jöllenbeck vom Vorbereitungsteam. Bei Birte Pape konnten sich Besucher Namen-Buttons prägen lassen. Wurfspiele bot die Katholische Junge Gemeinde an. „Viele wollen dabei Gummibärchen-Tüten fangen“, sagte Anna Terfehr. Die evangelischen Kindergärten hatten „Bewegungs-Baustellen“ aufgebaut, der Minimax-Kreis eine Spielwiese. Die Auswahl an Essen und Getränken war groß. Kinder konnten sich kostenlos mit „Regenbogen-Brause“ versorgen. Reichlich Informationen gab es an den Ständen von Hospizkreis, Seniorenkreis und Missionsbasar. Diakon Rainer Lübke verteilte gar einen „dritten Fuß“, der Interessierte zum Besuchsdienst führen soll.

Höhepunkt war der bunte Abend. Das Blauschimmel-Atelier spielte eine Szene. Beim Quiz namens „Bib­li­zissismus“ galt es, mit Hilfe von Pantomime biblische Szenen zu erraten. Als Überraschungsgast trat „Elise Plietsch“ alias Dette Zingler auf. Sie gestand ein, dass es in Wildeshauser mehr Orgelpfeifen als in Dötlingen gibt. Und bei der Abba-Parodie „Thank you for the music“ überraschte Kantor Grössler mit blonder Perücke. Mit dem Abendsegen schloss ein Sonntag, wie er bunter kaum sein konnte.

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Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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