WILDESHAUSEN WILDESHAUSEN - Ausgerechnet ein Zeitungsartikel war vor 26 Jahren Anlass für eine langjährige kommunalpolitische Partnerschaft zwischen Wildeshausen und dem fränkischen Ansbach. Der damalige CDU-Ortsverbandsvorsitzende Rudolf Pelz hatte auf einen Bericht des Ansbacher Bürgermeisters und CSU-Landtagsabgeordneten Dieter Breitschwert im „Bayernkurier“ reagiert. Auf einen lebhaften Briefwechsel folgten viele gegenseitige Besuche – in späteren Jahren vor allem initiiert von der Wildeshauser Mittelstandsvereinigung (MIT). Am Freitagabend wurde die Partnerschaft der MIT mit der Mittelstandsvereinigung Ansbach offiziell mit einer Urkunde besiegelt. MIT-Vorstandssprecher Manfred Wulf überreichte Breitschwert, der auch Vorsitzender der Mittelstandsunion Ansbach ist, den kunstvoll verfassten Text in einem Bilderrahmen.

Wulf sagte im Alten Amtshaus, trotz der Verjüngung an der MIT-Spitze werde man die langjährige Partnerschaft intensivieren. Vorbildlich sei beispielsweise der Internet-Auftritt der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Ansbach mbH. Hier könne sich die städtische GEG einiges abgucken. Auch beim Thema Stadtentwicklung regte der MIT-Chef den Austausch von Erfahrungen, Perspektiven und Visionen an. Geplant sei auch ein Azubi-Austauschprogramm unter Mittelständlern.

Breitschwert, der gemeinsam mit Otto und Regina Schaudig, Herbert Matijas und Axel Hildehaus in die Stadt gekommen war, dankte für den herzlichen Empfang und das neue „Wir-Gefühl“ im Mittelstand. Auch die Bayern hätten von den Norddeutschen einiges lernen können; beispielsweise sei in den 80er-Jahren eine Fragebogenaktion von Wildeshausen auf Ansbacher Verhältnisse übertragen worden. Überhaupt hielt der Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand im Bayerischen Landtag einige Komplimente für Wildeshausen parat: Die Kreisstadt habe sich in den 26 Jahren der Partnerschaft wirtschaftlich wie sozial überaus gut entwickelt.

CDU-Stadtverbandsvorsitzender Matthias Kück zeigte sich beeindruckt vom Auftritt Breitschwerts. Die Union könne viel von den Ansbachern lernen. Der Stadtverband wolle die Partnerschaftspflege nicht allein der MIT überlassen, so Kück, der den Besuch einer CDU-Delegation zum Ansbacher Weihnachtsmarkt ankündigte. Mit einem maritimen Essen sowie einem unterhaltsamen Programm, für das Wulf und CDU-Schatzmeister Lothar Klawonn verantwortlich zeichneten, klang der Partnerschaftsabend aus.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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