WILDESHAUSEN „Wir wollen nicht nur Ausflüge machen, sondern uns auch politisch zu Wort melden“, sagte Altbürgermeister Manfred Rollie im Namen der Wildeshauser Senioren-Union. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden Hans-Henning Sturm und Rolf-Lothar Klawonn nahm er die Halbzeit der Wahlperiode im Stadtrat zum Anlass für eine Zwischenbilanz. Das Fazit: „Die CDU/FDP-Mehrheitsgruppe macht ständig Vorschläge, um die Entwicklung Wildeshausens weiter voran zu bringen“, sagte Rollie am Donnerstag. „Aber der Bürgermeister bremst und blockiert, weil er ständig alles überprüfen lässt. Das führt zum Stillstand in der Stadt.“

„Gutachten vorlegen“

Vor allem das Thema Kurbad im Krandel griff die Senioren-Union auf. Es sei „nicht in Ordnung“, dass Bürgermeister Dr. Kian Shahidi ein Gutachten des Bremer Ingenieurs Horst Bellmer zum Hallenbad „unter Verschluss“ halte. Daraus gehe hervor, dass die Stahlbewehrung des Betons durch Chloridkorrosion um 30 Prozent gesunken und eine Sanierung nur schwer darstellbar sei (die NWZ berichtete). Sturm meinte, dies passe nicht zum angekündigten Stil Shahidis, alles „transparent“ zu machen. Rollie sagte, gerade als parteiloser Bürgermeister müsse Shahidi „Brücken bauen“.

Die Senioren-Union warb für einen Neubau des Hallenbads. Es stehe zu befürchten, dass bei einer Sanierung die Kosten „aus dem Ruder laufen“. Ein neues Bad sei nicht nur attraktiver, sondern auch barrierefrei. Sturm: „Das käme der großen Gruppe der Senioren zugute.“

„Image verbessern“

Rollie mahnte eine rasche Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen an. Die Schulsanierung habe der Rat mit großer Mehrheit bereits 2008 auf den Weg gebracht. „Das Argument, es fehle Personal, ist eine faule Ausrede“, sagte Sturm. Klawonn meinte, im Stadthaus herrsche offenkundig ein schlechtes Betriebsklima. Die Senioren-Union rief dazu auf, Auftragsvergaben wieder ausschließlich im nicht-öffentlichen Verwaltungsausschuss zu behandeln. Mit der Beratung im Fachausschuss entstünde ein unnötiger Aufwand.

Auch den Umgang der Stadtverwaltung mit Investor Wolfgang Rixen im Zusammenhang mit der Erhebung von Kanalbaubeiträgen rügte die Senioren-Union. „Wer so viel Gutes tut für die Stadt, den muss man auch gut behandeln“, meinte Rollie. Er appellierte an alle, die in der Stadt Verantwortung tragen, an einem besseren Image für die Stadt zu arbeiten. „Es schmerzt, dass Wildeshausen nicht mehr so gut angesehen wird“, sagte Sturm.

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