LANDKREIS /WILDESHAUSEN Die so genannte Einräumigkeit der Verwaltung hat sich der Justizverein für den Landkreis Oldenburg auf die Fahnen geschrieben. „Das ist die beste Versicherung dafür, dass der Landkreis erhalten bleibt“, meint Wildeshausens Ehrenbürger Manfred Rollié, zugleich Beirat des Vereins. Bis zur Landtagswahl will der Justizverein nach Angaben seines Vorsitzenden Martin Delank daher allen Kandidaten auf den Zahn fühlen, um unter anderem zu erfragen, wie es sie es mit der Zukunft des Wildeshauser Amtsgerichts halten.

Keine Zweifel hatte der Justizverein beim ersten Gast, dem CDU-Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Bley. „Von ihm wissen wir, dass er uns unterstützt“, sagte Delank. Bley tritt im Wahlkreis Cloppenburg-Nord (66) an, zu dem auch Wildeshausen und Großenkneten gehören. Justizministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) habe zugesagt, dass das Amtsgericht bis 2009 nicht in Gefahr sei. Auch das Justizschulungszentrum sichere den Standort Wildeshausen, erklärte Bley. Der CDU-Politiker versicherte, die CDU/FDP-Landesregierung plane auch für die kommende Legislaturperiode keine Gebietsreform. Dass gerade kleine Amtsgerichte flexibler arbeiten, bestätigte Rolf-Lothar Klawonn, ehemaliger Vorstand der Volksbank Wildeshauser Geest.

Nach Angaben von Amtsgerichtsdirektor Dr. Detlev Lauhöfer liege die Wildeshauser Justiz ganz vorn im Land. Das gehe aus einem „Benchmarking“ (englisch „Maßstab“) hervor, das das Landesjustizministerium habe durchführen lassen. Das Vorurteil, kleine Gerichte arbeiteten ineffektiv, sei damit widerlegt.

Der Justizverein hat nach Angaben Delanks derzeit 140 Mitglieder, darunter auch der Landkreis oder die Gemeinde Hatten. Während Wardenburg dem Verein eine Absage erteilt habe, sei es noch nicht zu Gesprächen mit Hude und Ganderkesee gekommen.

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