WILDESHAUSEN „Uns geht es um das Erscheinungsbild von Wildeshausen. Der Denkmalschutz ist dabei nur ein Aspekt“, sagte Karl-August Kolhoff, Vorsitzender des Bürger- und Geschichtsvereins. Der Arbeitskreis „Erhaltenswerte Häuser“ des Vereins traf sich am Mittwochabend im „Hotel Huntetal“, um eine Liste stadtbildprägender Häuser aufzustellen. Dabei untermauerten die Arbeitskreis-Mitglieder ihre Forderung nach einer Gestaltungssatzung für die Innenstadt.

Vorträge geplant

„Leider ist in der Vergangenheit viel kaputt saniert worden“, sagte Gerda Lehmensiek, die 2. Vorsitzende des Vereins. Daher sehe der Arbeitskreis, unterstützt von Fachleuten, seine vordringliche Aufgabe darin, zur Bewusstseinsbildung beizutragen. „Wenn wir die Hausbesitzer gewinnen könnten, wäre das entscheidend“, ergänzte Klaus Schultze. Sie sollen Unterstützung bei der Sanierung historischer Bausubstanz erhalten. Dazu plant der Bürger- und Geschichtsverein auch entsprechende Vorträge. Eingeladen werden sollen Folker von Hagen, der ehemaliger Baudezernent des Landkreises, Oldenburgs Stadtbaurat Dr. Frank-Egon Pantel oder Dr. Julia Schulte to Bühne, Projektleiterin des „Monumentendienstes“.

Vom Startpunkt Marktplatz aus unternahm der Arbeitskreis einen virtuellen Gang durch die Innenstadt, um eine Prioritätenliste erhaltenswerter Häuser aufzustellen. Auf den großen Gewölbekeller unter dem heutigen Buchladen am Marktplatz wies Kolhoff hin. Lob gab es für manches Haus in der Burgstraße. Die alte Schmiede von Bernhard Kreienborg am Lütjen Ort sei auf jeden Fall erhaltenswert, war sich der Arbeitkreis einig. So manche Bausünde in der Kleinen Straße und der Heiligenstraße griff die Gruppe auf. „Hier wurde viel verunstaltet“, so Evelyn Goosmann. „Wir bieten den Besitzern unsere Unterstützung an“, sagte Herbert Wappler, „sie sollten ein Interesse haben, dass diese Ecke gewinnt.“

Blicke geschärft

Die Blicke für so manchen Giebel und wichtige Ensembles wurden geschärft. Auf die Beutung der Ex-Gehörlosenschule und des einstigen Amtsgerichts an der Herrlichkeit wiesen Peter Heinken und Heinz-Joachim Kunz hin. Lehmensiek lobte die gelungene Sanierung des Walsemannschen Hauses in der Westerstraße, in der heute eine Bäckerei untergebracht ist, oder das Engagement einer Familie in der „Villa Hoffmannshöhe“.

Auch ein sensibles Thema will der Arbeitskreis anpacken: die Gestaltung des Stadtwalls. Eine Beleuchtung regte Lehmensiek an. „Dazu sollten wir uns Rat von außen holen.“ Um die Prioritätenliste zu ergänzen, soll das Katasteramt bemüht werden.

Der Arbeitskreis „Erhaltenswerte Häuser“ trifft sich jeden zweiten Mittwoch im Monat um 19 Uhr im „Alten Amtshaus“.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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