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Blaulicht-Ticker für den Nordwesten
Anwohner sollen Fenster und Türen nach Brand in Ofenerdiek schließen

Kleinenkneten „Wir haben ihm viel zu verdanken!“ – Noch immer stehen die Angehörigen von Peter Sander, Inhaber des gleichnamigen Gasthauses in Kleinenkneten, unter dem Eindruck seines Lebenswerkes. Nach langer, schwerer Krankheit ist Peter Sander vor knapp sechs Wochen im Alter von 74 Jahren gestorben. Witwe Maria Sander und ihre Kinder Daniel, Silvia und Claudia sowie die Partner wollen das Lokal in Peters Sinn weiterführen.

Die Gaststätte Sander kann auf eine lange Geschichte zurückblicken: Im Jahr 1932 kaufte Vater Franz Aloysius Sander den damaligen „Schützenhof“ für 20 000 Goldmark, wie Alfred Panschar und Heinrich Boning in ihrem Werk „Sie ließen keine Gelegenheit aus“ schreiben. „Viele Jahrzehnte war das Anwesen eine Station zur Erhebung des Wegezolls und eine öffentliche Fernsprechzelle.“ Der Wirt wurde von allen Bekannten nur „Ignaz“ genannt. Er betrieb nicht nur seinen Gasthof, sondern unterhielt bis etwa 1957 eine Poststelle. Mit einem Pferdefuhrwerk holte er die Postsachen von Vechta nach Wildeshausen.

Sohn Peter wurde Landwirt, später ging er zur Post. Dabei wollte Mutter Lisbeth immer, dass er Koch wird. Im Jahr 1972 übernahm Peter Sander die Gaststätte. 1980 wurde ein Anbau mit Saal und gemütlichem Kaminzimmer fertiggestellt. 2001 heiratete Sander – wie er es damals ausdrückte – seine Familie: Ehefrau Maria brachte drei Kinder mit in die Ehe.

„Alle packen an!“

„Es war sein Wunsch, dass wir das Lokal weiterführen“, sagt Maria Sander heute. Und: „Hier packen alle an.“ Erst kürzlich wurde das Clubzimmer aufwendig renoviert; als nächstes komme das Kaminzimmer an die Reihe. Silva Jeschke und Ehemann Benjamin, beide gelernte Köche, zeichnen für die gutbürgerliche deutsche Küche verantwortlich. „Wir kochen den Grünkohl weiter nach Peters Vorgaben“, erzählt Silvia. Und Bruder Daniel Pasker ergänzt: „Nicht umsonst schwärmen Kohlgruppen immer wieder von dem Essen.“ Noch bis zuletzt habe Peter Sander Tipps gegeben. Die Ware beziehe die Familie fast ausschließlich von regionalen Produzenten. Bald werde der erste Spargel der Saison verarbeitet.

Zwar seien Essen à la carte nicht möglich, aber auf Feiern jeder Art – von der Konfirmation über Hochzeiten bis hin zur Nachbarschaftsfete – sei die Familie eingestellt. Bei Service und Organisation packen auch Paskers Partnerin Mareike Bothe und seine Schwester Claudia mit an. In den Sommermonaten werde der große Biergarten gut angenommen. „Viele Radfahrer-Gruppen kommen zu uns“, erzählt Maria Sander. Aber auch die Jäger, Gildeclubs oder die Feuerwehr fühlen sich bei „Peter Sander“ wohl. Pasker: „Seit vielen Jahren kommen auch die Gilde-Offiziere zum Aal-Essen.“

„Wir starten nicht bei Null“, sagt Daniel Pasker, der für die Organisation verantwortlich zeichnet. Viele Gruppen halten dem Lokal die Treue. Erstmals wird es am Ostersonntag ein großes Frühstücksbüfett geben. „Wir sind bereits ausgebucht“, freut sich Pasker. Daher habe man sich entschlossen, das Büfett ab 10 Uhr auch am Montag, 1. Mai (nur auf Voranmeldung), anzubieten.

Buchungen für 2018

Ausbauen und bekannter machen möchte die Familie ihren Partyservice: „Viele Wildeshauser kennen den noch nicht. Das muss sich ändern.“ Im Kopf hat Daniel auch Ideen wie Motto-Abendes oder Grill-Nachmittage. Da sei noch nichts „spruchreif“. In jedem Fall will die Gaststätte Peter Sander eine gute Adresse für Feiern aller Art bleiben. Es gebe sogar schon Buchungen für 2018.   Geöffnet ist die Gaststätte Peter Sander, Kleinenkneten 60 in Wildeshausen, donnerstags bis samstags ab 16.30 Uhr und am Sonntag ab 11 Uhr. Reservierungen für Veranstaltungen sind unter Telefon   04431/2401 möglich.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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