Wildeshausen Es duftete nach Glühwein und gebrannten Mandeln, Schneeflöckchen rieselten zart zu Boden und dickvermummte Menschen tummelten sich zwischen Bratwurst- und Bierbuden. Man konnte am Karsamstag auf dem Fillerberg fast glauben, auf einem kleinen Weihnachtsmarkt zu sein, wäre da nicht das große Feuer gewesen, das im Dunkeln loderte und Hunderte von Menschen in seinen Bann zog.

Kurz nach 19.30 Uhr setzten Siegbert Schmidt und Manfred Heinrichs vom ausrichtenden Reit- und Fahrverein „Leichttrab“ den großen Reisighaufen auf dem Turniergelände in Brand.

Über mangelnden Zulauf brauchten sich die Gastgeber trotz des eisigen Winterwetters keine Sorgen zu machen. Für viele Wildeshauser ist das größte Osterfeuer im Stadtgebiet gerade auch wegen seines bunten Rahmenprogramms inzwischen zur festen Größe geworden. So konnten sich die kleinen Besucher auf dem Kinderkarussell oder Bungee-Trampolin die Zeit vertreiben, während die Erwachsenen es sich bei Grillsteak, Fisch, Reibekuchen und Bier gut gehen ließen oder ihr Glück am Schießstand testeten.

„Wir sind mit der ganzen Familie hier und genießen die Atmosphäre“, freute sich Eva-Maria Arlinghaus aus Wildeshausen. Im Kinderwagen dabei war der jüngste Familienzuwachs Pia-Marie, die genau ein Jahr zuvor am Karsamstag das Licht der Welt erblickt hatte.

Den Anblick der lodernden Flammen genoss auch Markus Wulf aus Colnrade. Zusammen mit Frau und Sohn freute er sich über die gelungene Einstimmung auf das Osterfest. Die Funken sprühenden, hell leuchtenden Reisigzweige ließen ihn denn auch die immer neuen Hiobsbotschaften vergessen, die ihm sein Handy vom Fußballspiel HSV gegen Bayern München übermittelte, das letztlich 2:9 endete.

Zufrieden mit der Resonanz zeigten sich die Organisatoren. „Es war zwar etwas weniger los als in den vergangenen Jahren, und die Besucher sind angesichts der Kälte auch nicht ganz so lange geblieben, aber der Zustrom war – gerade auch bei den Familien mit Kindern – groß“, freute sich Margret Heinrichs vom Reitverein. Ideal sei auch gewesen, dass die Uhren erst später in der Nacht zum Ostersonntag umgestellt worden seien, so dass die früh einsetzende Dunkelheit die Flammen voll zur Geltung gebrachte habe.


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Uta-Maria Kramer Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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