WILDESHAUSEN Erstmals wurde ein so genannter Beirat installiert. Für 50-jährige Mitgliedschaft erhielt Rudi Pelz sen. die Goldene Ehrennadel der CDU.

Von Stefan Idel WILDESHAUSEN - Die Wildeshauser CDU hat eine neue Führungsspitze: Die Mitgliederversammlung wählte am Montagabend im Restaurant Wolters den früheren Berufssoldaten Michael Steinhoff einstimmig zum neuen Vorsitzenden. Der 63-Jährige folgt in dieser Funktion Matthias Kück nach, der aus Enttäuschung über das Kommunalwahlergebnis zurückgetreten war und auch sein Ratsmandat zur Verfügung gestellt hatte. Zu Stellvertretern Steinhoffs wählten die CDU-Mitglieder Dr. Volker Pickart und Maren Goedeke. Während Pickart dieses Amt bereits inne hatte, folgt die Unternehmerin Goedeke als „Vize“ Hans-Henning Sturm nach. Rolf-Lothar Klawonn bleibt weiterhin Schatzmeister des CDU-stadtverbandes.

Bei seiner Vorstellung sagte Steinhoff, er wolle mehr Parteimitglieder in die Vorstandsarbeit einbinden. Neben der Wahl von sieben Beisitzern wurde daher erstmals auch ein „Beirat“ gebildet (siehe Kasten). Der gebürtige Schwabe Steinhoff, bis zur Kommunalwahl am 10. September Wahlkampfmanager von CDU-Landratskandidat Gero von Daniels, sagte unter Anspielung auf die Eigenwerbung seiner früheren Heimat: „Ich kann zwar nicht alles, aber auch Hochdeutsch.“ Der CDU-Stadtverband wolle Ideengeber für die Vertreter der Partei im Stadtrat sein. Bei inhaltlichen Differenzen müssten Mehrheitsentscheidungen von allen getragen werden.

Zuvor hatten die Parteimitglieder eine Debatte über das Wahlergebnis und die Niederlage von Willi Möser bei der Bürgermeisterwahl geführt. Werner Nagel kritisierte, die CDU habe zu früh Siegessicherheit demonstriert. Dem widersprachen einige Mitglieder. Rudi Pelz sen. rief seine Parteifreunde dazu auf, mehr „Klinken putzen“ zu gehen. Rolf Hüffermann bemerkte, der neue Bürgermeister Dr. Kian Shahidi (parteilos) müsse an seiner „Anstands- und Klüngeldebatte“ gemessen werden. Nach den Attacken gegen die Unternehmer habe er im Wahlkampf ein deutliches Wort von Ex-Bürgermeister Franz Duin (SPD) vermisst, sagte Hüffermann.

CDU-Fraktionschefin Karin von Elbwart sagte, mit dem Rückzug von Udo Leibscher aus der SPD gebe es wieder „klare Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat“. Damit sei zudem der Weg frei für eine konstruktive Arbeit, vor allem bei wichtigen Themen wie Stadtentwicklung oder Kasernen-Nachnutzung.

Für 50-jährige Mitgliedschaft in der CDU zeichnete die Partei ihren langjährigen Vorsitzenden Rudi Pelz sen. mit der Goldenen Ehrennadel aus. Das „Urgestein der Wildeshauser CDU“ (Steinhoff) war Jahrzehnte lang im Stadtrat und im Kreistag sowie CDU-Kreisgeschäftsführer.

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