DüNGSTRUP Ortsfremde, die sich im Wildeshauser Industriegebiet allein auf ihr Navigationsgerät verlassen, sind oft verloren. Denn statt „Düngstruper Straße 61“ (Firma Geestland) führt das Navi Brummi-Fahrer nach „Düngstrup 61“ – zu einem abseits gelegenen Wochenendhaus an einem Feldweg, ohne Wendemöglichkeit. Diese und andere Probleme schilderten die Dorfbewohner von Düngstrup in einem Brief der Stadtverwaltung. „Bislang gibt es keine Resonz“, sagt Dorina Pieper, Vorsitzende des Vereins „Düngstruper Dorphus“.

Fast täglich fahren „Geisterfahrer“ auf Düngstruper Privatgelände, um sich nach dem richtigen Weg zu erkündigen, berichtete Pieper, die im Frühjahr die Nachfolge von Gerd Hespe-Meyer als Vorsitzende der Dorfgemeinschaft angetreten hat. Die Düngstruper regen daher an, die Düngstruper Straße zwischen Visbeker Straße und Gewerbebetrieb Kassner umzubenennen – beispielsweise in „Industriestraße“. Gleichzeitig fordern sie, die Düngstruper Straße im Bereich Düngstrup und Lüerte für den Schwerlastverkehr zu sperren. Da durch den Ausbau der Geestland-Großschlachterei der Lkw-Verkehr eher zunehmen werde, sollte der Rad- und Fußweg an der Düngstruper Straße verlängert werden.

Straßennamen in Düngstrup sollen dagegen weiterhin tabu bleiben. In diesem Punkt sei die Meinung der Dorfbewohner eindeutig, so Pieper. In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr sollen Möglichkeiten des besseren Auffindens abseits gelegener Wohnhäuser geprüft werden.

„Wir müssen mehr für die Landgemeinde tun“, mahnte Horst Dietz, Vorsitzender des FDP-Ortsvereins Wildeshausen, an. Die Liberalen unternahmen am Wochenende eine Kremsertour durch Bühren, Kleinenkneten und Düngstrup. Vor allem der Wegebau nach dem „Schiffdorfer Modell“ war nach Angaben von FDP-Fraktionschef Hergen Stolle ein großes Thema. Das Modell sehe vor, Investitionen im ländlichen Wegebau nach einem Flächenmaßstab zu berechnen und nicht allein den Anliegern die Kosten aufzubürden. Die Kleinenkneten hätten zudem darauf gedrängt, die Lücke im Radweg zwischen Kleinenkneten und Bühren zu schließen.

In Düngstrup überreichte Vorsitzende Pieper das Positionspapier der Dorfgemeinschaft an Stolle. Dieser sagte die Unterstützung der FDP-Ratsfraktion zu.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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