Düngstrup Ungewöhnliche Stille im Wildeshauser Rat: Die Sitzung am Donnerstagabend in der Gaststätte Schönherr in Düngstrup begann mit einer Schweigeminute zu Ehren des kürzlich verstorbenen Ratsherrn Thomas Johannes (UWG). „Für seine ehrenamtliche Arbeit und sein Engagement gebührt ihm Respekt, Anerkennung und unser aufrichtiger Dank“, erklärte Ratsvorsitzender Günter Lübke.

Noch offen ist, wer den verwaisten Sitz einnehmen wird. Erster Nachrücker auf der Liste der UWG-Fraktion ist Sven Debicki. „Wir werden ihn in den nächsten Tagen anschreiben“, so Bürgermeister Jens Kuraschinski auf Anfrage.

Bei zwei Gegenstimmen votierte der Stadtrat dafür, die Zuschüsse für Familien mit Kindern beim Erwerb eines städtischen Baugrundstücks anzupassen. Von einem „Auslaufmodell“ sprach SPD-Fraktionschef Stephan Dieckmann, da es vor allem um Grundstücke im Bereich der Bebauungspläne 54.1 „Vor Bargloy“ und 57 „Beim grauen Immenthun“ gehe. Manfred Rebensburg (Grüne) hatte dagegen beantragt, sich bei der Förderung an der Höhe des staatlichen Baukindergeldes zu orientieren. Das war auf Widerstand gestoßen. Im Etat der Stadt sind 45 000 Euro pro Jahr für die Familienförderung veranschlagt. Durch die vorrangige Gewährung des Baukindergeldes werde sich der finanzielle Bedarf für die Stadt deutlich verringern.

Eine klare Mehrheit fand im Rat auch die Änderung der Friedhofssatzung. Demnach ist bei der Sarg- und Grabgestaltung nur noch die Verwendung von biologisch abbaubarem Material zugelassen. Werden Grabsteine aus Naturstein verwendet, muss ein Zertifikat vorgelegt werden, wonach der Stein im Herkunftsland ohne Kinderarbeit gehauen wurde. Karl Schulze Temming-Hanhoff (fraktionslos) sprach von einer „Verschärfung des Bestattungsgesetzes“. Die Satzung sei nicht im Sinn der Wildeshauser Bürger. Er stimmte dagegen.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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