WILDESHAUSEN Hannelore Reinke hat mit ihrem Team die Kleiderkiste 25 Jahre geführt. Das Angebot wurde von Bedürftigen gern angenommen.

Von Stefan Idel WILDESHAUSEN - Eine Wildeshauser Institution wechselt den „Besitzer“: Nach fast 25 Jahren gibt der CDU-Stadtverband seine Kleiderkiste auf. Das Gebäude an der Deekenstraße soll abgerissen werden. „Trotz jahrelanger Bemühungen haben wir keine neuen, geeigneten Räume gefunden“, erklärte die Vorsitzende der Frauen-Union, Marianne Gerdes. Künftig wird das Deutsche Rote Kreuz (DRK) eine Kleiderkammer in Wildeshausen organisieren.

Die Wildeshauser CDU dankte insbesondere Hannelore Reinke und ihren Helferinnen für die jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit. Gerdes, der stellvertretende CDU-Stadtverbandsvorsitzende Volker Pickart und Schatzmeister Rolf-Lothar Klawonn überreichten Reinke Blumen und einen Gutschein. Ein Dank der CDU-Frauen ging auch an die Spender sowie an das Kuratorium des Johanneum, das kostenlos die Räume für die Kleiderkiste zur Verfügung gestellt hatte. „Wir haben es bis heute geschafft, die Kleiderkiste zu führen, ohne Geld von unseren Kunden zu nehmen“, sagte Gerdes stolz.

Gegründet wurde die Kleiderkiste von Linda Vietor, heute CDU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag. „Ich habe damals mit der Gemeindeschwester Hausbesuche gemacht, und gesehen, wie groß der Bedarf ist.“ Insbesondere für Aussiedler und Asylbewerber sei gesammelt worden. „Ich werde nie vergessen, wie eine junge Frau im Winter ihre ersten geschlossenen Schuhe erhielt“, erinnert sich Gerdes. Und Vietor fügt an: „Was wir nicht vorrätig hatten, wurde über Dritte besorgt.“ Die Kleiderkiste war jeden Donnerstag von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Nicht selten lieferten die Spender Kleidungsstücke auch privat an. Reinke: „Manchmal konnte ich nicht ins Haus gelangen, so viele Sachen standen vor der Tür.“

Zunächst war die Kleiderkiste an der Visbeker Straße untergebracht; Ende der 80er Jahre zog Reinke mit ihrem Team in die Deekenstraße um. Wo künftig das DRK seine Kleiderkammer unterbringen wird, sei noch offen. „Wir führen noch Gespräche“, erklärte die DRK-Ortsvorsitzende Margret Hentemann. Wer gebrauchte, gut erhaltene Kleidung abgeben möchte, könne sich aber an das DRK-Mehrgenerationenhaus in der Bahnhofstraße, unter 71778 wenden.

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