WILDESHAUSEN /GROßENKNE „Die fehlende Kooperation einiger Nordgemeinden im Landkreis, zu einem Dialog über die Zukunft des Amtsgerichtes zu kommen, ist nicht zu verstehen“, bedauerte Martin Delank, Erster Vorsitzender des Justizvereins Landkreis Oldenburg während der Mitgliederversammlung des Vereins am Dienstagabend in Großenkneten.

„Wir wollen uns für den ganzen Landkreis einsetzen, und nicht nur als Wildeshauser Verein gelten“, betonte er. Als gutes Beispiel sei die Gemeinde Hatten vorangegangen, die im Jahr 2007 dem Verein beitrat.

„Großenkneten kann kein Mitglied werden“, entschuldigte Petra Spille-Kloft, zweite stellvertretende Bürgermeisterin, die Position ihrer Gemeinde. „Es gibt einen Ratsbeschluss, der untersagt, dass wir einem Verein beitreten.“

Delank sprach sich in seinem Bericht dafür aus, dass es in jedem Landkreis ein Amtsgericht geben solle. „Wir müssen das Gericht stärken, um auch den Landkreis als Institution zu stärken.“ Manfred Rollié, ehemaliger Bürgermeister von Wildeshausen, stimmte in diesem Punkt zu. „Der Landkreis sollte schon öfter aufgeteilt werden. Das muss verhindert werden“, forderte er.

Ernst-August Bode, Kreistagsabgeordneter, sieht vor allem in der guten finanziellen Lage des Kreises den Grund für Begehrlichkeiten. „Es geht uns im Vergleich zu anderen sehr gut. Da wollen sich viele ein Stück der Torte abschneiden“, warnte er. Helmut Hinrichs, ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde Hatten, stellte in einem Vortrag seine Zukunftsvisionen für den Landkreis vor. Dabei sah er keine Veranlassung für eine Aufgabe der jetzigen Strukturen.

Delank kündigte auch für dieses Jahr einen Dialog mit Kollegen aus dem Landkreis an. „Ich hoffe noch immer auf einen Anschluss von Wardenburg und Hude“, meinte er. Momentan hat der Justizverein 143 Mitglieder.

Der Vorstand wurde während der Versammlung komplett wiedergewählt. Somit bleiben Martin Delank und Rolf-Lothar Klawonn erster und zweiter Vorsitzender, als Kassenwartin ist Sigrid Vullriede eingesetzt, für die Pressearbeit ist Götz Rohde zuständig und als Schriftwart fungiert Florian Esmann.

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