Wiefelstede Auch wenn derzeit beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig noch fünf Klagen aus diesem Abschnitt anhängig sind: 2024 soll laut Planung der 1. Abschnitt der Küstenautobahn A 20 zwischen der A 28 bei Westerstede und der A 29 bei Bekhausen in Betrieb gehen. Darauf hoffte Sebastian Mannl, Projektleiter A 20 bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, am Sonntag in Wiefelstede. Mannl war dort Gast des Ortsbürgervereins und sprach beim  Neujahrsempfang im Hof Kleiberg über den aktuellen Planungsstand für die Küstenautobahn.

Der 1. Abschnitt dieses Großprojektes ist 13 Kilometer lang und wird nach aktualisierten Kalkulationen 172 Millionen Euro kosten, berichtete Mannl. Um den Autobahnabschnitt bauen zu können, sei in Lehe eine 40 Hektar große Fläche für einen künftigen Sandabbau gesichert worden. Bevor der Sanddabbau dort in Angriff genommen werden könne, werde als Kompensation auf dem ehemaligen Bundeswehrstandort Friedrichsfeld (Kreis Friesland) unter anderem ein neues Habitat für Wiesenvögel geschaffen. Der ehemalige Truppenübungsplatz sei jedoch nicht kampfmittelfrei, es habe dort „massive Blindgängerfunde“ gegeben, sagte Mannl. Die Arbeiten dort seien noch nicht abgeschlossen.

In Dringenburg wird der Teilabschnitt der A 20 eine Anschlussstelle bekommen, zudem werden zwischen dieser Anschlussstelle und dem geplanten neuen Autobahnkreuz mit der A 29 bei Bekhausen Rastplätze für Lkw und Pkw samt Toilettengebäude in beiden Richtungen entstehen. Sie sollen jeweils 30 Pkw und 50 Lkw aufnehmen können.

Mannl ging auch auf die aktuellen Rodungsarbeiten neben dem ehemaligen Dringenburger Krug auf einer Fläche von rund 1,3 Hektar ein, die im Vorfeld von Prospektionsarbeiten und der Verlagerung vorhandener Versorgungsleitungen stattfinden. Die Prospektionsarbeiten sollen klären, ob sich im Bereich des künftigen Autobahnbaus in Dringenburg mögliche Bodendenkmäler befinden. Mannl: „Sollte es solche Bodendenkmäler geben, dann werden weitere archäologische Ausgrabungen notwendig. Wir halten dies für sehr wahrscheinlich“, machte der Projektleiter A 20 deutlich, dass das Jahr 2020 im Zeitplan planerisch für solche Ausgrabungen freigehalten werde.

Der 1. Abschnitt der A 20 werde bei Bekhausen über ein neues Autobahnkreuz an die A 29 angeschlossen, sagte Mannl. Im Zuge dieser Baumaßnahme werden zwei Projekte miteinander verknüpft, denn parallel soll die A 29 zwischen Hahn-Lehmden und der Anschlussstelle Jaderberg grundsaniert werden. Laut Zeitplan soll 2020 die A 29 in dem Bereich Richtung Wilhelmshaven zunächst „temporär“ verbreitert werden. Parallel sollen die Fundamente für insgesamt vier notwendige Brückenbauwerke für das neue Autobahnkreuz gesetzt werden. 2021 ist dann die Vollsperrung der Fahrtrichtung Oldenburg in dem Bereich für die Sanierung geplant, der Verkehr soll vierspurig, aber beengt auf der dann verbreiterten Fahrtrichtung Wilhelmshaven in beide Richtungen erfolgen. 2022 werde dann die Fahrtrichtung Wilhelmshaven voll gesperrt und der Verkehr über die andere Seite ebenfalls vierspurig beengt fließen können. Damit müssten Autofahrer nach derzeitigem Zeitplan knapp zwei Jahre mit Einschränkungen im Autobahnverkehr zwischen Hahn–Lehmden und Jaderberg rechnen.

Der Neujahrsempfang, zu dem OBV-Vorsitzender Helmut Völkers Vertreter von Vereinen, Verbänden und Institutionen aus der Gemeinde begrüßte, wurde begleitet von Leonie Grote aus Bokel, die mit einfühlsamen Liedern begeisterte.

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