Metjendorf Der aus einer Holzrahmenkonstruktion 2012 gebaute Bewegungsraum der Kita Metjendorf bleibt wahrscheinlich die kommenden zwei Monate weiter geschlossen. Das sagt Jürgen Meyer, Geschäftsführender Vorsitzender des Gemeindekirchenrates Ofen. Die evangelische Kirchengemeinde Ofen ist bis Ende des Jahres Trägerin der Einrichtung, dann über nimmt das Deutsche Rote Kreuz (NWZ berichtete). Gleichwohl betont Meyer, dass die Kirche sich um die Reparatur der Schäden kümmern werde.

Gutachten lieg Gemeinde vor

Zunächst habe man feuchte Flecken entdeckt und schließlich einen Statiker hinzugezogen. Der öffnete an einigen Stellen die Wände und stellte zum Teil erhebliche Fäulnisschäden an den Balken fest. Folge: die sofortige Sperrung. Das Problem jetzt: „Wir wissen immer noch nicht, wo das Wasser herkommt“, sagt Meyer. Die freigelegten Balken müssen seit mindestens einem Jahr feucht gewesen sein, das habe das baubiologische Gutachten gezeigt, das der Gemeinde mittlerweile vorliegt. „Das ist nicht von heute auf morgen passiert“, berichtet Meyer.

Die Frage sei nun, ob beim Bau vor sieben Jahren gepfuscht wurde oder es sich um einen Leitungsschaden handele, so der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates. Da soll nun ein weiteres Gutachten Klarheit schaffen. Über ihren Anwalt sei die Kirchengemeinde in Kontakt mit den am Bau beteiligten Firmen und der Versicherung. „Am Ende läuft es natürlich auf die Frage hinaus ,wer zahlt’?“, so Meyer. Man versuche, sich auf einen gemeinsamen Gutachter zu einigen, damit die Expertise am Ende nicht von einer der Parteien angefochten wird und der Raum noch länger gesperrt bleibt.

Schimmel im Krippenbreich

Nach der NWZ-Berichterstattung über die Sperrung Ende November, meldete sich eine Mutter. Sie gab an, dass es bereits im Sommer Probleme mit Feuchtigkeit und Schimmel im Krippenbereich der Kita gegeben hätte. Das bestätigt Jürgen Meyer. Das habe aber nichts mit dem aktuellen Fall zu tun. Die Schäden seien behoben. „Da hat ein Handwerker beim Anbringen von Fußleisten mit einem Nagel oder einer Schraube ein Fallrohr getroffen“, so der Vorsitzende. 

Jens Schopp Redakteur / Redaktion Rastede/Wiefelstede
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