Gristede Fallwild – das ist Wild, das nicht von Jägern zur Strecke gebracht wird, sondern im Straßenverkehr umkommt – vor allem bei größerem Wild auch mit teils schlimmen Folgen für Mensch und Fahrzeug. In einem Ammerländer Pilotprojekt wollen Polizei, Jägerschaft und Landkreis den Wildunfällen nun zu Leibe rücken – in Gristede.

Hohe Fallwildzahlen

„In Gristede haben wir im Ammerländer Vergleich hohe Fallwildzahlen“, erklärte Kreisjägermeisterin Talke Ruthenberg bei der Vorstellung des Projektes in Gristede. Sie verdeutlichte dies am Beispiel des Rehwildes.

Im Streckenbericht fürs Jagdjahr 2017/18 sind 17 männliche und 20 weibliche Tiere aufgeführt, drei männliche und 13 weibliche Tiere fielen dabei dem Straßenverkehr zum Opfer. Im Jagdjahr 2018/19 kamen 15 männliche und 13 weibliche Tiere in Gristede zur Strecke – davon fünf männliche und zwei weibliche im Verkehr. Deshalb habe man das Revier Gristede für das Pilotprojekt ausgesucht“, sagte Ruthenberg.

Dort werden auf zwei Strecken von jeweils drei Kilometern Länge entlang der Gristeder Straße im Bereich der Gristeder Büsche sowie entlang der Neuenkruger Straße insgesamt 240 Reflektoren am Straßenrand ausgetauscht und durch solche der nächsten verbesserten Generation ersetzt. Zudem sollen jeweils zwei neue Straßenschilder künftig auf den jeweils aktuellen Stand in Sachen Fallwild an den beiden Strecken hinweisen.

„Wir werden dort noch Wechseltafeln anbringen, die dann den stets aktuellen Fallwildstand an der Straße anzeigen“, sagte Thomas Siefjediers von der Straßenmeisterei Westerstede. Zwei Schilder stehen bereits an der Neuenkruger Straße, die beiden anderen werden in Kürze an der Gristeder Straße aufgestellt, freuen sich auch die Gristeder Jagdpächter Arnd Eyting, Thomas Watermann und Edo Kuck.

Die 240 Reflektoren wurden mit Hilfe der Öffentlichen Versicherung Oldenburg angeschafft, wie beim Ortstermin Frank Koopmann, Geschäftsstellenleiter der Öffentlichen in Westerstede, erklärte.

In drei Jahren folgt Bilanz

„Wir erhoffen uns von diesen Maßnahmen natürlich einen Rückgang der Fallwildzahlen“, machte Hendrik Lehners, stellvertretender Leiter des Straßenverkehrsamtes beim Landkreis, deutlich. In drei Jahren – so Lehners – soll dann Bilanz des Pilotprojektes gezogen werden. Erst dann wird sich zeigen, ob das Projekt im Ammerland ausgeweitet wird.

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