Wiefelstede Die Gemeindeverwaltung soll die Gesamtkostenschätzung des Vereins Heimatmuseum für die bereits laufende Erweiterung des Wiefelsteder Museums überprüfen und das Ergebnis in einer der nächsten – nicht öffentlichen – Sitzungen des Verwaltungsausschusses vorstellen. Auch eine Zwischenabrechnung soll dann vorgelegt werden, entschied der Finanzausschuss in seiner Sitzung am Montagabend.

Hintergrund sind die deutlich gestiegenen Mehrkosten für die Erweiterung: Museumsleiter Wolfgang Hase geht von mittlerweile 185 000 Euro aus (vorher 100 000 Euro). Zudem soll der Bauleiter zur Sitzung des Verwaltungsausschusses eingeladen werden, „wenn es denn einen gibt“. Wie Wolfgang Hase am Dienstag auf NWZ -Nachfrage erklärte, wird er bei entsprechender Einladung diesen Part übernehmen.

Zu Beginn der Diskussion um die Bereitstellung weiteren Geldes durch die Gemeinde hatte Bürgermeister Jörg Pieper auf die sehr positive Entwicklung des Heimatmuseums in den vergangenen Jahren und auf seine „beachtlichen Auswirkungen auf den touristischen Bereich in der Gemeinde“ hingewiesen. Die geplante Erweiterung um weitere historische Wiefelsteder Werkstätten wie das frühere Wiefelsteder Bäckereimuseum von Ingo Zimmermann (die NWZ  berichtete ausführlich) war vom Verein Heimatmuseum zunächst mit 100 000 Euro veranschlagt worden: Die Summe war aus verschiedenen Töpfen auch zusammengekommen. Auch die Gemeinde als Eigentümerin des Museums hatte 30 000 Euro beigesteuert. Nun hatte der Ausschuss darüber zu beraten, ob die Gemeinde den damals gewährten Zuschuss aufzustocken bereit ist, um eine geschätzte Finanzierungslücke von mindestens 40  500 Euro zu schließen. Wie die Verwaltung in ihrer Beratungsvorlage auswies, hatte die Gemeinde im Bewilligungsbescheid für die 30 000 Euro ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Zuschuss nicht erhöht werden kann und etwaige Kostenerhöhungen vom Verein aus eigenen Mitteln aufzubringen seien.

Hartmut Bruns (FDP) hält die Erweiterungspläne des Museums zwar grundsätzlich für eine „unterstützenswerte Sache“; „Was mir aber fehlt, ist eine detaillierte Kostenaufstellung“. Das sah auch Kirsten Schnörwangen (CDU) so und stellte zudem die Frage, „wie wir denn künftig mit anderen Vereinen umgehen wollen? Wir müssen da gerecht bleiben“. Und Parteikollege Jann Lübben regte an, auch den anderen, bisherigen Geldgebern die Möglichkeit zu geben, sich an der Finanzierung von Mehrkosten zu beteiligen.

Hans-Dieter Schneider (SPD) hingegen konnte sich eine weitere Zahlung von 30 000 Euro vorstellen – unter der Voraussetzung, dass sich auch der Verein bemüht, die finanzielle Last mitzutragen. Jens-Gert Müller-Saathof (Grüne) schließlich plädierte dafür, 40 000 Euro für die Erweiterung über einen Nachtragshaushalt bereitzustellen.

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