WESTERSTEDE Nicht nur in Washington, sondern auch in Westerstede wurde die Wahl des US-Präsidenten am Dienstag mit Spannung verfolgt. Viele Westersteder beobachteten aber nicht nur den Wahlkampf ganz genau, sondern wollen auch die Arbeit des strahlenden Siegers und designierten US-Präsidenten Barack Obama weiter genau im Blick behalten.

So hoffen Kennet, Cedric, Hannes, Lisa, Anke und Enno aus Westerstede nun auf einen Politikwandel. Ihrer Meinung nach wäre im Falle eines Sieges von John McCain vieles beim Alten geblieben. Die Gymnasiasten hatten die Wahlentscheidung zum Teil noch am Fernseher verfolgt: „Die ersten Trends habe ich mir noch nachts im Fernsehen angeschaut und das endgültige Ergebnis habe ich dann morgens aus dem Radio erfahren“, sagt Enno.

Auch Alke Stern aus Westerstede sieht den Ausgang der Wahl als große Chance für Amerika: „Präsident George W. Bush hat als Republikaner das Land ziemlich heruntergewirtschaftet. Aber ich denke, dass Barack Obama etwas verändern kann“, sagt die 17-Jährige.

Tanja Esau aus Westerstede sieht vor allem die globale Dimension des Sieges von Barack Obama: „Ich hoffe, dass sich das Verhältnis der USA zu Russland ändert“, so die gebürtige Russin. Auf den Wahlausgang hatte sie gehofft und sich am Mittwoch nach dem Aufstehen sofort im Fernsehen darüber informiert.

Alexander Karp hatte nach den Prognosen der letzten Tage durchaus erwartet, dass Obama das Rennen macht und schaut deshalb schon in die Zukunft: „In der Kampagne war viel vom ,Change’, dem Wandel, die Rede, ich bin gespannt, ob Obama dieses große Versprechen einlösen kann, sagt der 25-Jährige aus Westerstede.

Gabriele Tschirner aus Augustfehn traut dem Sieger diese Leistung durchaus zu: „Obama hat nicht vergessen, woher er kommt!“ Seine Politik werde die Mittelschicht stärken, ist sich die 48-Jährige sicher. „Allerdings tritt er in Zeiten der leeren Kassen ein schweres Erbe an“, so Gabriele Tschirner. „Bush hatte es da einst leichter.“

Ganz konkrete Hoffnungen für Deutschland verbindet Gerd Warstat aus Tarbarg mit dem Wahlergebnis: „Ich hoffe, dass Barack Obama das amerikanische Engagement im Irak und in Afghanistan beendet, und auch die deutschen Truppen von ihren Kriegseinsatz am Hindukusch zurückkehren können. Dort haben deutsche Soldaten nichts zu suchen, höchstens wenn sie dort Hospitäler bauen oder Hilfe zur Selbsthilfe leisten“, sagt Warstat. Als entscheidend sieht Warstat die Frage, inwieweit es Barack Obama gelingt, die großen innenpolitischen Probleme der USA zu lösen, erst diese innere Stabilität werde zum Beispiel auch die Finanzmärkte stabilisieren: „Wenn es Amerika gut geht, geht es uns auch gut“, so Warstat.

Lars Roesicke aus Ocholt jedenfalls ist gespannt: „Ich werde jetzt genau verfolgen, wie Obama seine Versprechungen in die Tat umsetzen will.“ Der 19-Jährige hatte keine Lust gehabt, die Nacht vor dem Fernseher zu verbringen und war erst morgens von seinem Vater über den Sieg Obamas informiert worden. Am Ende war Roesicke der amerikanische Wahlkampfmarathon durchaus ein bisschen zuviel geworden: „Vor allem bin ich froh, dass die Sache endlich entschieden ist.“

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