WESTERSTEDE Ein Plakat in Sütterlin-Schrift zog die Passanten ins Gespräch. Dabei ging es dann um alle Bereiche des täglichen Lebens.

von horst suermann WESTERSTEDE - Der Gag verfing: Weil das Riesen-Transparent in Sütterlin-Schrift beschrieben war, das die SPD-Arbeitsgemeinschaft „60 plus“ gestern Morgen vor dem Rathaus Westerstede aufbaute, blieben viele Passanten interessiert stehen.

Das war einkalkuliert. Was die Passanten nicht lesen konnten, erläuterten bereitwillig die „60 plus“-Vertreter um den AG-Vorsitzenden Karl-Theodor Hasseler aus Apen und Manfred Pfeil aus Westerstede im direkten Gespräch: Das Anliegen, „Barrieren“ im weitesten Sinne des Wortes abzubauen und älteren Menschen (wie auch Behinderten) eine „barrierefreie Teilhabe am Leben“ zu ermöglichen.

„Und dieses Anliegen ist auch heute noch ein Thema, obwohl sich in den vergangenen Jahren einiges gebessert hat“, wie die SPD-Senioren meinen. Hasseler wies dabei u. a. auf den Vordereingang zum Rathaus hin (der noch keine Rampe aufweist), auf Werbeschriften (die in zu kleiner Schrift gedruckt sind), auf den öffentlichen Personen-Nahverkehr (der nur selten Niederflur-Busse einsetzt), auf schlecht zugängliche Arztpraxen und zu kurze Grün-Phasen an Ampeln. „Da bedarf es immer wieder des Anstoßes“, wie auch Pfeil meint.

„Eine sinnvolle Aktion“, meinte eine Passantin aus Westerstede, selbst über 60. „Die Menschen schauen heute nicht mehr nach links oder rechts und nehmen viel zu wenig Rücksicht auf Behinderte.“ Ähnlich sah das eine 43-Jährige aus Wiefelstede, die die Situation eines Behinderten nach einem Fußgelenk-Bruch selbst erlebte. „Die Leute denken zu wenig nach“, meinte sie.

Die Gruppe „60 plus“ ist in der gesamten SPD wie auch in der Ammerland-SPD die stärkste Arbeitsgemeinschaft. Im SPD-Kreisverband zählen dazu etwa 400 SPD-Mitglieder dazu. Vorsitzender

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