Nordenham Der Nordenhamer Einzelhandel ist mit dem Weihnachtsgeschäfts 2015 durchweg zufrieden. Lediglich in der Textilbranche litt der Verkauf von Winterkleidung unter den recht milden Temperaturen. Sorgen bereiten den Kaufleuten insbesondere in der Innenstadt die flauen Sonnabende, an denen die Nordenhamer offensichtlich zum Erlebnis-Shopping in die großen Einkaufsmetropolen fahren.

„In unserer Branche hat das Weihnachtsgeschäft einen hohen Anteil am Jahresergebnis. Ich bin zufrieden“, bilanzierte Rüdiger von Hollen (Holly’s Spiel- und Babywelt). Einen besonderen Renner bei den Spielzeugwünschen der Kinder konnte er in diesem Jahr nicht ausmachen.

Aufgrund des doch recht milden Dezembers habe er nicht die erhofften Umsätze erzielen können, berichtete Jörg Irmer (Herrenmode). Männer hätten ein anderes Einkaufsverhalten. Sie gingen erst dann los, wenn es wirklich kalt wird, erläuterte der Vorsitzende des Vereins Nordenham Marketing & Touristik (NMT). Er hofft auf kältere Tage.

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Auch Anke Coldewey (Mode Schröder) verfügt noch über ein stattliches Angebot an Winterkleidung. „Die werde ich wohl mit Abschlägen anbieten müssen“, sagte die Kauffrau. Dank ihrer Stammkundschaft sei sie aber recht zufrieden. „Zudem hilft kein Jammern“, sagte sie mit einem Hinweis auf das durch Geschäftsaufgaben sich weitere verringernde Angebot in der Fußgängerzone.

„Das hat richtig Spaß gemacht. Ich bin sehr zufrieden“, lautet das Fazit von Hendrik Lenz (Wohncenter). Während vor einigen Jahren noch das Motto „Geiz ist geil“ gegolten habe, sei jetzt ein größeres Qualitätsbewusstsein bei den Kunden erkennbar. Die wüssten nicht nur Gutes, sondern auch Beratung und Service wieder zu schätzen, freut sich der Nordenhamer Möbelkaufmann.

Auf ein „gut gelaufenes“ Weihnachtsgeschäft blickt auch Carsten Spiekermann (Expert) zurück. Angesichts der in der Elektronikbranche immer spürbarer werdenden Konkurrenz durch den Internethandel hatte man die Erwartungen zurückgeschraubt. Die hätten sich erfüllt, zumal etliche Kunden nach wie vor auf eine gute Beratung viel Wert legten.

„Mit dem ganzen Jahr 2015 können wir richtig zufrieden sein“, sagte Rolf Bauer (Fahrräder). Das Weihnachtsgeschäft hat für seinen Betrieb nicht mehr die Bedeutung früherer Jahre. „Kinder wünschen sich heute ein Handy. Das Fahrrad steht nicht mehr unter dem Tannenbaum, sondern wird gekauft, wenn es gebraucht wird“, erläuterte der Kaufmann.

Im Gegensatz zur Textilbranche freut sich Andreas Wedelich (Arkor) darüber, dass Schnee und Eis ausblieben. Ein Einnahmeausfall durch fehlende Kundschaft aufgrund von Witterungsbedingungen könnte an anderen Tagen nicht mehr kompensiert werden. Der Vorsitzende der Nordenhamer Kaufmannsgilde sieht Nordenham mit Weihnachtsmarkt und Eisbahn in der Vorweihnachtszeit gut aufgestellt.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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