Berne 250 000 Euro: Das ist die Summe, die im Haushalt 2015 voraussichtlich für die Sanierung von gemeindeeigenen Straßen in Berne zur Verfügung stehen wird. Bei dieser Ankündigung von Fachbereichsleiter Michael Heibült mussten die Mitglieder des Ausschusses für Gemeindeentwicklung, Wirtschaft und Tourismus am Dienstagabend erst einmal hart schlucken. Schließlich hatten sie sich gerade erst mit den Kosten für die Sanierung eines Abschnitts der Industriestraße beschäftigt: Die rangierten – je nach Bauvariante – irgendwo zwischen 315 000 und 620 000 Euro. Und da hatten sich die Ausschussmitglieder mit der langen Liste der weiteren sanierungsbedürftigen Straßen in Berne noch gar nicht befasst.

Hans-Rudolf Werner vom Oldenburger Planungsbüro Ingwa stellte im Ausschuss mögliche Sanierungsvarianten und eine Neubauvariante für die Industriestraße vor. Er hatte sich mit einem rund 375 Meter langen Teilstück in Höhe der Fassmer-Werft beschäftigt, auf dem die Fahrbahn beschädigt ist und sich bei Regen große Wassermengen an der tiefsten Stelle sammeln. Der Aufbau der Betonfahrbahn dort entspreche nicht den heutigen Standards, so Werner. Der Aufbau sei schwach und dem Schwerlastverkehr nicht gewachsen.

Die günstige Sanierungsvariante sei es, auf die Betonfahrbahn eine Asphalttragschicht aufzutragen. Empfehlenswert sei dies nicht, die Schäden der alten Fahrbahn würden schnell wieder zum Vorschein kommen. Ein Neubau der Straße übersteigt mit rund 620 000 Euro die finanziellen Möglichkeiten Bernes bei weitem.

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Hans-Rudolf Werner riet dem Ausschuss zu einem 22 Zentimeter dicken Asphaltaufbau. Damit Risse der alten Straße nicht durchschlagen, könnten Bewährungsmatten dazwischen gesetzt werden. Eine Regenrinne entlang der Fahrbahn müsse an einen neuen Regenwasserkanal entlang der Spundwand angeschlossen werden. Kosten hier: rund 500 000 Euro.

„Ich sehe da in diesem Jahr keine Baumaßnahme“, sagte Bürgermeister Franz Bittner. Er wolle das Gespräch mit den ansässigen Unternehmen suchen, um über die Finanzierung der Sanierung zu sprechen. Bittner: „Die Bereitschaft der Unternehmen gehört dazu. Aber eine Lösung muss her, der Zustand ist unzumutbar.“

Anja Biewald Redakteurin / Lokalredaktion
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