Lemwerder „Die Wesermarsch ist kein Baugrund, sie ist ein Zustand“: Mit diesem Satz beschreibt Hans-Rudolf Werner vom Oldenburger Planungsbüro Ingwa die Entwässerungsproblematik im Landkreis – kaum Gefälle, Tiden- und Schöpfwerkabhängig. Mit anderen Worten: Das Oberflächenwasser zeitnah abfließen zu lassen, stellt in unserem Landkreis eine besondere Herausforderung dar. Aber genau das muss geschehen, damit es nicht „Land unter“ heißt. Für die Gemeinde Lemwerder erarbeitet der Fachmann zurzeit einen Generalplan Entwässerung. Erste Ergebnisse hat er jetzt vorgelegt.

„Jede Fläche hat andere Abflusseigenschaften“, erklärt der Diplomingenieur. Das hänge von vielen Faktoren ab, unter anderem vom Grad der Versiegelung, von den Rohrleitungssystemen oder von der Beschaffenheit der Entwässerungsgräben.

Um eine optimale Entwässerung in der Gemeinde sicherzustellen, ist das Planungsbüro von Hans-Rudolf Werner aktuell damit beschäftigt, sich über die vorhandene Infrastruktur ein Bild zu machen. Akribisch notiert wird, welche Entwässerungsmöglichkeiten etwa in Siedlungsgebieten oder rund um landwirtschaftlich genutzte Bereiche bestehen, ob diese Systeme fehlerfrei funktionieren und wo auf jeden Fall nachgebessert werden muss.

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Um diese Fragen möglichst genau beantworten zu können, haben Werner und sein Team die Gemeindefläche in 33 „Teilnetze“ unterteilt, die jeweils untersucht werden. Ausgenommen wurde das Flughafengelände. „Da wurden beim Umbau neue Kanäle verlegt, das brauchen wir nicht mehr zu untersuchen“, erklärt Werner.

Sieben der 33 Teilnetze sind bereits untersucht worden – erwartungsgemäß mit unterschiedlichen Ergebnissen. Im Teilnetz 14 (Ammerländer Straße/Friesländer Straße) beispielsweise seien keine Auffälligkeiten gefunden worden, im Teilnetz 19 (Mellumring) auch nicht, dafür aber Probleme im Teilnetz 12 (Eschhofsiedlung).

Hier könne es bei so genannten Starkregenereignissen zu Überstau kommen, damals wurden viel zu kleine Rohre verlegt, erklärt Werner.

Nach einem Rechenmodell werden die „Gefährdungsstufen“ für jedes Teilnetz festgelegt. Diese werden dann den Informationen der jeweiligen Bewohner angepasst.

Torsten Wewer Kanalmanagement / Redakteur
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