BURHAVE Unbarmherzig peitscht der Wind auf die kleine Zeltstadt ein, die hier nur wenige Meter vom Burhaver Strand entfernt, seit Montag den Wetterbedingungen trotzt. Links die Schlafzelte, rechts in einem Halbkreis die großen Gemeinschaftszelte. Davor sind eine Reihe von Geschicklichkeitsspielen aufgebaut, an denen sich gerade einige der insgesamt 170 anwesenden Kinder versuchen.

Plötzlich öffnet der Himmel sein Pforten. Wieder einmal. Schnell verschwinden die Kinder, die meisten von ihnen mit Gummistiefeln und Regenjacken bekleidet, in den großen Zelten. So wie in dieser Szene, spielte es sich in den vergangenen fünf Tagen mehrfach ab. Das 28. Jugend-Zeltlager des Kreisverbands der Klootschießer wurde von den widrigen Wetterverhältnissen geprägt.

Unter den 40 Betreuern wurde deshalb mehrfach auch ein Abbruch, wie 2007 geschehen, diskutiert. Schließlich hielt man durch. Die Zeltstadt nahe dem Burhaver Strand wankte, doch sie fiel nicht.

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„Wir konnten immer nur kurzfristig planen, quasi von Mahlzeit zu Mahlzeit“, blickt Frank Göckemeyer von der Lagerleitung auf die letzte Woche zurück.

Noch am Donnerstag, einem der Tage an denen der Regen am heftigsten niederprasselte, verteilten die Betreuer und Helfer gut sechs Kubikmeter Sand, dazu ballenweise Stroh, damit sich die Kinder wenigstens einigermaßen trockenen Fußes zwischen den Zelten bewegen konnten.

Mit einem Erdbohrer wurden Löcher gebohrt und dann literweise Wasser abgepumpt. Außerdem gaben die Betreuer stets acht, dass die Kinder sich den Umständen entsprechend kleiden.

Betreuerin Laura Hansing, anfangs der Woche noch mit leichten Stoffschuhen unterwegs, hat sich inzwischen mit Gummistiefeln versorgt. Die 17-Jährige ist eine echte Veteranin, besuchte das Jugend-Zeltlager mit acht Jahren zum ersten Mal. Fragen, ob denn das Wetter ihre Laune trübe, tut sie mit einem Achselzucken ab: „Klar wäre Sonnenschein schöner gewesen, aber so ist es auch kein Problem. Es macht trotzdem Spaß hier.“

Auch die Kinder nahmen das Wetter meist gelassen hin.

Statt Schwimmen und Spielen im Freien standen halt zumeist Gesellschaftsspiele, Bingo, Basteln, Kickern, Tischtennis oder ein Besuch der Spielscheune auf dem Programm.

„Es gibt ja genug Zelte zum Reinsetzen“, erklärt Thimo Padeken (14) lapidar. Luca-Pascal Göttler (10) meint: „Die Spiele in den Zelten machen auch viel Spaß.“

Am Freitagabend ließen die Betreuer die Woche dann bei einem Grillen noch mal Revue passieren. Dabei dankten sie den Eltern auch für ihr Vertrauen.

Für ihr langjähriges Engagement als Betreuer wurden geehrt: Jörn Sieghold (25 Jahre), Frank Göckemeyer (20), Bernd Bunjes (15) und Petra Härtel (15).

Tim Gelewski Agentur Hanz / Redaktion Jever
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