Brake Das Wir-Gefühl stärken, Aktionen in der Wesermarsch besser miteinander abstimmen und gegebenenfalls koordinieren – das ist ein Fazit des Gesprächs mit Vertretern aus Wirtschaft und Handel, zu dem der Landratskandidat Thomas Brückmann eingeladen hatte. Das Treffen fand am Montag in den Räumen der Rehau AG statt.

Die Anmerkung, dass die Wesermarsch wenig mit einer Stimme sprechen würde, stellte Thomas Brückmann an den Beginn seines Gesprächs und leitete so eine Diskussion über den Wirtschaftsstandort Wesermarsch sowie über den Wohnwert ein. Dass das Negativ-Gefühl sehr stark verwurzelt sei, betonten Thomas Sturm, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Wesermarsch, und Kreishandwerksmeister Stefan Hayen. Die Außendarstellung des Landkreises sei zu verbessern. Ihm fehle zudem die „Regionalität“ großer Betriebe, merkte Sturm an. Dass die Attraktivität nicht herbeizuzaubern sei, erwiderte Carl van Dyken, Geschäftsführer der Nordenhamer Zinkhütte.

Ein seiner Meinung nach brachliegendes Potenzial sprach Christoph Muth, Direktor Center Parcs Nordseeküste Tossens, an. Tausende Gäste würden ihren Urlaub in Butjadingen verbringen. Doch statt sie beispielsweise mit Angeboten nach Nordenham zu ziehen, würden sie lieber nach Bremerhaven fahren. Er kritisierte zudem, dass es keine Imagebroschüre für Neubürger gebe, die die vielen Facetten der Wesermarsch anschaulich vermittelte.

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Einig waren sich alle darin, dass die Wesermarsch über eine hohe Lebensqualität verfügt und es sehr reizvoll ist, sowohl im Landkreis zu arbeiten als auch in der Wesermarsch zu wohnen. Die Politik jedenfalls sei der Industrie gewogen, so Carl van Dyken. Dieser Aussage pflichteten Volker Langenberg, Werkleiter der Rehau AG, sowie der Kaufmännische Leiter des Braker Betriebes, Oliver Dreher, bei. Er erwähnte, dass der von Rehau ins Leben gerufene Ausbildungsberuf Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik nicht die nötige Unterstützung seitens der Berufsbildenden Schulen erfahren würde. Auch Ude Havekost, Inhaber des Modehauses Havekost in Ovelgönne, machte auf einen Mangel an Ausbildungsförderung aufmerksam: Der Lehrberuf Änderungschneider/in würde nicht mehr angeboten. Die Mitarbeiter bei Havekost müssten angelernt werden.

Und auch die Verkehrsanbindung und Erreichbarkeit war Thema. So wurde die mehrmalige Sperrung von Bundesstraßen und die daraus resultierenden Folgen für Industrie, Handwerk und Handel kritisiert. Um dieses Problem werde er sich kümmern, so Thomas Brückmann.

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