Brake Die Biogasanlage in Käseburg lasse Anwohner nicht ruhen, teilt Harry Grotheer von der Bürgerinitiative Brake-Süd mit. Eine Anwohnerin aus der Köstersiedlung habe sich jetzt bei ihm über nächtliche Störgeräusche beschwert. Der Lärm dürfte sicherlich durch die Erprobung des Belüftungsverfahrens entstanden sein, heißt es.

Neben den Geräuschen würde die Anwohner ein weiteres Problem beschäftigen. „Die Trockenfermentationsanlage ist zur Vermeidung der Übertragung gesundheitsschädlicher Keime und Sporen mit einem Unterdrucksystem und einem Biofilter ausgestattet. Wenn die extra eingehauste Nachrotte nunmehr durch Belüftung diese nachweislich gesundheitsschädlichen Stoffe durchlüftet, wird das Verfahren ad absurdum geführt und alles in die nahegelegenen Wohnsiedlungen übertragen“, befürchtet Harry Grotheer. Neben der Frage nach einer Wirtschaftlichkeit der Biogasanlage sei das sicherlich der Supergau, der seine nachweisbaren Spuren „dann erst in einer traurigen Erkrankungsstatistik im nächsten Jahrzehnt entfalten wird – wobei die Verantwortlichen dann sicherlich nicht mehr greifbar sind“, betont das Mitglied der Bürgerinitiative Brake-Süd.

Für den GIB-Geschäftsführer Rainer Penning sind die vorgebrachten Beschwerden nicht nachzuvollziehen. „Es ist nichts“, sagte er gegenüber der NWZ . Gesundheitliche Stoffe blieben in der Halle, die Biofilter würden regelmäßig gereinigt. Saubere, ballastfreie Luft gelange in die Umwelt. „Das Gewerbeaufsichtsamt steht regelmäßig bei uns auf der Matte“, sagte Rainer Penning. Im jüngsten Betriebsausschuss Abfallwirtschaft habe er Rede und Antwort im großen Sitzungssaal des Kreishauses gestanden.

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Während der Ausschusssitzung gab Rainer Penning einen Überblick über den aktuellen Stand der Ertüchtigung der Nachrotte von Gärresten. Die Gärreste des Bioabfalls sollen in der Biogasanlage schneller zu Kompost verarbeitet werden. Zwei Verfahren werden getestet. Eine Methode betrifft das Experimentieren mit Mulch. Der Nachrotte wird Mulch, grobfaserige Holzschnitzel, beigemengt. Diese ziehen die Feuchtigkeit aus der Nachrotte heraus. Eine weitere Methode ist die Belüftungstechnik. Der GIB-Geschäftsführer zog in beiden Fällen ein positives Fazit.

Wie er betonte, sollen die Verfahren im August im Ausschuss noch einmal genauer vorgestellt werden.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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