Wesermarsch /Iffens Viele Gewässer sind in einem bedenklichen Zustand. Deshalb hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die „Aktion Wasser“ ins Leben gerufen. Im Anschluss an die Hauptversammlung der Kreisgruppe Wesermarsch des BUND auf der Umweltstation Iffens zogen Regionalgeschäftsführer Bernd Quellmalz und Vera Konermann von der BUND-Landesgeschäftsstelle in Hannover Bilanz.

Die Kampagne des BUND ist Ende März ausgelaufen. Im Herbst sollen die Ergebnisse der Untersuchungen bei der EU-Kommission vorgestellt werden, die die Vorgaben für die Wasserrahmenlichtlinien geschaffen hat.

Derweil wird sich die Kreisgruppe auch in den nächsten Wochen und Monaten mit dem Thema Wasser beschäftigen. Am Sonnabend, 27. April, informiert Dr. Wolfgang Meiners, Leiter der Umweltstation, über physikalische Aspekte, während Petra Leifert die biologische Eigenschaften von Wasser beleuchtet. Gerd Rosenbohm aus Brake wird an dem Abend auf den Fischbestand der hiesigen Gewässer eingehen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Wie sieht der Zustand der Gewässer bundesweit aus? Werden die Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinien eingehalten? Und wie lauten die Forderungen des BUND in diesem Zusammenhang? Diese Fragen beantwortete Vera Konermann in ihrem Vortrag. „Die Flüsse und Auenlandschaften sind unser ökologisches Rückgrat“, sagte die Referentin. Die naturnahen Seen, Fließgewässer und ihre Auen bildeten das artenreichste Ökosystem Europas und böten geschützten Tier- und Pflanzenarten einen natürlichen Lebensraum. Indes: „Deutschlandweit sind bei den großen Flüssen heute nur noch 10 bis 20 Prozent der ehemaligen Auen erhalten“, sagte Vera Konermann.

Und das ist noch längst nicht alles: „Nur 6 Prozent der bundesweiten Gewässer sind in einem guten ökologischen Zustand, in Niedersachsen sind es nur zwei Prozent“, machte die Referentin deutlich. „Was den Schutz dieser Ökosysteme angeht, sind wir keine Weltmeister.“

Das Ziel einer EU-Wasserrahmenrichtlinie aus dem Jahr 2000 sei es gewesen, alle Flüsse und Seen sowie die Küstengewässer bis 2015 in einen guten Zustand zu überführen. „Das ist nicht gelungen“, betonte die Referentin. Die Ursache dieser massiven Zielverfehlung sind laut Vera Konermann unzureichende finanzielle Mittel und die Freiwilligkeit der Durchsetzung von wasserschützenden Maßnahmen. Als Beispiel nannte sie die trotz einer Verschärfung der Düngemittelverordnung fortschreitende Verunreinigung des Grundwassers mit Nitraten.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.