Wesermarsch Die Arbeit, die der Zweckverband Veterinäramt Jade-Weser mit Sitz in Roffhausen (Schortens) in den Landkreisen Wesermarsch, Friesland, Wittmund und der Stadt Wilhelmshaven wahrzunehmen hat, werden nicht weniger. 44 Mitarbeiter im Veterinäramt und weitere 30 in den Schlachtbetrieben haben alle Hände voll zu tun. Das berichteten Zweckverbands-Geschäftsführer Dr. Norbert Heising und seine Stellvertreterin Dr. Melanie Schweizer jetzt in ihrem Jahresrückblick.

Tierschutz, Verbraucherschutz durch Betriebs- und Lebensmittelkontrollen, Ein- und Ausfuhrkontrollen am Jade-Weser-Port und Tierseuchen-Prävention und -Management sind die Kernaufgaben der Behörde. Wie viele Kontrollen die Kreisveterinäre mittlerweile durchführen, zeigt die Entwicklung des Haushaltsvolumens: Es beträgt rund 5 Millionen Euro – gut 2,9 Millionen Euro kommen durch gebührenpflichtige Kontrollen rein.

Beispiel Verbraucherschutz: 3187 Betriebskontrollen (+ 11,9 Prozent) führten die Kreisveterinäre durch – davon 741 (-1,7 Prozent) in Friesland/Wilhelmshaven. „Unterm Strich ist die Situation in den Betrieben, die mit Lebensmitteln arbeiten, gut“, betont Dr. Melanie Schweizer. Sie hat risikoorientierte Kontrollfrequenzen eingeführt – teilweise werden Betriebe jeden Monat kontrolliert, normale Gas-tronomie ein- bis zweimal im Jahr, erklärt sie. Dennoch wurden bei 77 der Kontrollen (11,8 Prozent) Verstöße festgestellt.

Fast ein Viertel (23,4 Prozent) der in der Wesermarsch beprobten Lebensmittel wurden beanstandet. Allerdings waren dies laut Schweizer „weit überwiegend Mängel der Kennzeichnung“. Vor allem kleinere Betriebe täten sich mit dem recht komplizierten Kennzeichnungsrecht schwer. 5,5 Prozent der beanstandeten Proben (im Zweckverbandsgebiet) wiesen direkte Warenmängel auf.

Im Bereich Tierschutz kommt es immer mehr zu einer Verschiebung hin zu Hunde-, Katzen- und sonstigen Hobbyhaltungen. Zweckverbandsweit entfielen auf diesen Bereich 36,7 Prozent der Kontrollen, 27 Prozent auf die Halter von Rindern, Schafen und Schweinen, 16,6 Prozent auf Pferde- und 11,1 Prozent auf Geflügelhalter sowie 9,3 Prozent auf Reptilien- und sonstige Heimtierhalter. Gegen 24 (Vorjahr 23) Personen wurde ein Tierhaltungsverbot verfügt.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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