Wesermarsch Die Coronavirus-Pandemie verändert vieles. Eigentlich wären jetzt überall die Erntebälle gefeiert worden, und auch der Herbstmarkt in der Braker Fußgängerzone hätte stattgefunden.

„Wenn die Menschen nicht zu uns in die Fußgängerzone kommen können, um sich über Landwirtschaft zu informieren und die Produkte aus den heimischen Gärten zu genießen, dann möchten wir ihnen gerne auf anderen Wegen einen Gruß aus der Landwirtschaft zukommen lassen“, sagte Ute Cornelius, Vorsitzende des Kreislandfrauenverbands Wesermarsch.

Kiste mit Zutaten

Gemeinsam mit dem Kreislandvolkverband haben die Landfrauen daher bunte Kürbiskisten gepackt, schön dekoriert und mit allen Zutaten, die man zum Backen eines herbstlichen Kürbisbrots benötigt. Auch ein Glas Kürbis-Orangenmarmelade und eine Schablone zum Schnitzen einer Kürbislaterne haben sie dazugelegt. Kreispfarrerin Christiane Geerken-Thomas kam nach Ovelgönne, um die Kisten stellvertretend für die Kirchengemeinden und kirchlichen Kindertagesstätten in der Wesermarsch entgegenzunehmen.

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„Die Kürbiskisten sind eine tolle Idee, und ich freue mich, dass sich so viele Gemeinden und Einrichtungen gemeldet und eine Kiste bestellt haben“, sagte die Kreispfarrerin bei ihrem Besuch.

Insgesamt haben die Vorstandsmitglieder des Kreislandfrauenverbands dreißig Kürbiskisten gepackt, die an zehn Kirchengemeinden, einen Kindergarten, einen Spielkreis und an das Diakonische Werk Wesermarsch verteilt wurden. Gemeinden und Einrichtungen konnten sich vorab beim Kreislandvolkverband melden. „Wir hoffen, dass die Kindergärten, Seniorengruppen und alle anderen Empfängerinnen und Empfänger viel Freude beim Backen und Basteln haben und entdecken, wie vielfältig sich unsere regionalen Lebensmittel verwenden lassen“, sagt Ute Cornelius. Frisch zubereitete regionale und saisonale Produkte seien nicht nur lecker und vergleichsweise günstig, sondern dank kurzer Transportwege auch ein Beitrag zum Klimaschutz.

Probleme angesprochen

Die Kreispfarrerin Christiane Geerken-Thomas nutzte die Gelegenheit, um mit den Landfrauen sowie mit dem Landvolk-Vorsitzenden Dr. Karsten Padeken ins Gespräch über die Situation der Landwirtschaft in der Wesermarsch zu kommen. Die Themen reichten von der durchschnittlichen Größe der Betriebe bis hin zum Mobbing von Landwirtskindern, das in der Wesermarsch aber weit seltener anzutreffen sei als etwa im Landkreis Oldenburg, wo Christiane Geerken-Thomas zuvor als Gemeindepfarrerin tätig war.

„Die Ortslandvolkvereine bilden, genau wie die Kirchengemeinden, in den Ortschaften das soziale Netz und den Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält“, betonte Karsten Padeken. „Wir wollen das Leben im ländlichen Raum lebendig halten und gestalten – wo es sich anbietet, gerne auch in gemeinsamen Aktionen.“

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